"Becci, komm nach Hause!": Führt die Spur von Rebecca nach Polen?

Berlin - Seit nun über acht Wochen ist Rebecca aus Berlin spurlos verschwunden. Während die Familie die Hoffnung nicht aufgibt ihre Tochter wieder in die Arme schließen zu können, gehen die Ermittler schon länger von einem Tötungsdelikt aus.

Rebecca wird seit zwei Monaten vermisst.
Rebecca wird seit zwei Monaten vermisst.  © dpa/Polizei berlin

Bei der Polizei sind inzwischen schon über 2000 Hinweise eingegangen. Nun könnte eine Spur nach Polen führen.

Ein Mann hat sich direkt an die Familie der Vermissten gewendet. Er ist sich sicher die 15-Jährige in Polen gesehen zu haben - mit einem Mann.

Das berichten die Eltern in einem RTL-Interview. "Es hat jemand angerufen und gesagt, dass er Rebecca in Polen gesehen hat, in einem Kaufhaus in Begleitung eines Mannes", so die Eltern. Nach dem er sich zu Hause noch einmal Fotos der Vermissten angesehen habe, war er sich absolut sicher, dass es sich bei dem Mädchen um Rebecca gehandelt habe.

Dafür spricht: Neben der Zahnspange - auch Rebecca trägt eine - soll sie zudem deutsch gesprochen haben. Die Familie Reusch wollte gar nach Polen fahren, doch die Idee verwarfen sie wieder, weil sie sich dort nicht zurechtfinden würden, wie Rebeccas Mutter erklärte.

Mit Flugblättern wird nach Rebecca gesucht.
Mit Flugblättern wird nach Rebecca gesucht.  © DPA

Ernst nehmen sie den Hinweis aber allemal. In dem RTL-Video richtet ihr Vater noch einmal einen emotionalen Appell an die Öffentlichkeit. Er würde gerne, dass jeder noch einmal in sich gehe und versuche sich daran zu erinnern irgendwas gesehen zu haben - auch in Polen.

Die Familie glaubt weiterhin fest daran, dass Rebecca noch lebt, daher bittet ihr Vater: "Becci, komm nach Haus, alles ist zu regeln. Alles kein Problem!"

Zuletzt fokussierte die Polizei ihre Suche am Herzberger See in Ost-Brandenburg. Das nur einen Kilometer lange und sehr schmale Gewässer liegt südlich der Autobahn und nicht weit entfernt vom Scharmützelsee. Die Gegend ist im Fokus der Ermittler, weil der verdächtige Schwager am Tag des Verschwindens von Rebecca und dem Abend danach auf der Autobahn unterwegs war.

Auch wenn es nach wie vor keinen Durchbruch gibt, soll die Suche nicht abgebrochen werden. "Es ist kein Cold Case in Sicht", stellte der Sprecher der Staatsanwaltschaft Martin Steltner zuletzt gegenüber RTL klar.

Titelfoto: dpa/Polizei berlin

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