Bürger-Versammlung zum Asylheim in Dresden-Laubegast

Während der Infoveranstaltung waren nicht alle Plätze belegt.
Während der Infoveranstaltung waren nicht alle Plätze belegt.

Dresden - Das ehemalige Hotel „Prinz Eugen“ in Laubegast soll ab Dezember schrittweise mit 94 Asylbewerbern belegt werden.

Die Details präsentierte Dresdens Sozialbürgermeisterin Kristin Kaufmann (39, Linke) am Donnerstag bei einer Infoveranstaltung in der Staatsoperette vor rund 200 Zuhörern.

„Das DRK ist vorerst der Betreiber“, erklärte Frau Kaufmann. Die 94 Asylsuchenden sollen in 41 Zweibett- und vier Dreibettzimmern wohnen.

Ein Heimleiter und zwei Sozialarbeiter sollen sich um die Menschen kümmern, nachts ein Wachdienst vor Ort sein. Einige Anwohner hegten dennoch Ängste, bangen um ihre Sicherheit.

Wann genau die Menschen in das „Prinz Eugen“ an der Gustav-Hartmann-Straße kommen, sei noch offen.

Die moderierte Diskussionsrunde im Anschluss verlief größtenteils sachlich und wurde von wenigen Zwischenrufen gestört.

Die Bürgermeisterin betonte mehrfach, dass die Unterbringung von Flüchtlingen eine kommunale Pflichtaufgabe und zudem auch eine menschliche Aufgabe sei.

In Laubegast trifft diese Notsituation auf die Ängste der Anwohner. Noch am Mittwochabend hatten erneut etwa 200 Menschen mit einem Schweigemarsch gegen die Nutzung des Hotels als Flüchtlingsheim protestiert.

Die Stadt hatte im Oktober über die städtische Tochter STESAD das Gebäude für rund 3 Millionen Euro gekauft.

Sozialbürgermeisterin Kristin Kaufmann auf der Einwohnerversammlung.
Sozialbürgermeisterin Kristin Kaufmann auf der Einwohnerversammlung.

Fotos: Thomas Türpe


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