Brutal, düster, spannend: Stieg Larssons "Verschwörung" mit Claire Foy startet im Kino!

Berlin - Nun ist Claire Foy dran! Die gebürtige Engländerin ist nach Noomi Rapace (Millenium Trilogie) und Rooney Mara (Verblendung) bereits die dritte Schauspielerin, die Lisbeth Salander verkörpert. "Verschwörung" ist der vierte Teil der Reihe von Bestseller-Autor Stieg Larsson und startet am 22. November in die deutschen Kinos.

Lisbeth Salander (Claire Foy) steht vor ihrem brennenden Zuhause.
Lisbeth Salander (Claire Foy) steht vor ihrem brennenden Zuhause.  © PR/Sony Pictures Entertainment Deutschland GmbH

Der Film beginnt mit einer schockierenden Szene:

Lisbeth Salander (Beau Gadsdon, später Claire Foy) und ihre Schwester Camilla (Carlotta von Falkenhayn, später Sylvia Hoeks) werden von ihrem mächtigen Vater (Mikael Persbrandt) auf dessen Bett zitiert.

Dort will er sie missbrauchen. Lisbeth lässt sich das nicht gefallen. Obwohl das Haus abgelegen auf einem Schneeberg steht, wagt sie den Sprung aus dem Fenster - ganz im Gegensatz zu ihrer Schwester - und entkommt.

Viele Jahre später ist Lisbeth eine bekannte Hackerin und Rächerin der Frauen, die von Männern schlecht behandelt werden.

Durch Mikael Blomqvists (Sverrir Gudnason) Artikel wurde sie in ganz Schweden berühmt.

Als EX-NSA-Entwickler Frans Balder (Stephan Merchant) ihr den Auftrag gibt, sein Programm zurückzuholen, was es möglich macht, alle Nuklearraketen der Welt zu kontrollieren, sagt sie zu.

Sie soll dieses Programm zerstören. Doch als sie die Codes stiehlt, ist nicht nur NSA-Sicherheitschef Edwin Needham (Lakeith Stanfield) hinter ihr her, sondern auch finstere Gangster um Jan Holster (Claes Bang), die ihr Versteck in die Luft sprengen. Auch Camilla bereitet Lisbeth Probleme...

Lisbeth Salander (Claire Foy) will sich niemand zum Feind machen...
Lisbeth Salander (Claire Foy) will sich niemand zum Feind machen...  © PR/Sony Pictures Entertainment Deutschland GmbH

Aus dieser Geschichte strickt Regisseur Fede Alvarez (Don't Breathe, Evil Dead) einen erstklassigen, verwobenen Krimithriller.

Er gibt mit seinem atemlosen Schnitt ein hohes Tempo vor und erschafft so einen Spannungsbogen, der die Zuschauer durchgehend bei der Stange hält, weil der Film auch visuell in stimmig-düsterer Farbgebung daherkommt, einige kreative Einfälle hat und die bedrohliche Atmosphäre so gekonnt verstärkt wird.

Dazu überzeugt auch Foy (Aufbruch zum Mond, The Crown, Wölfe) in der Rolle der Lisbeth Salander.

Sie verleiht ihrer Figur oberflächlich Härte und Stärke, mischt darunter aber auch viel Menschlichkeit einer Person, die schon oft in ihrem Leben enttäuscht und verletzt worden ist.

Durch diese Charaktertiefe fühlen die Zuschauer mit ihr mit, wodurch der Film zusätzlich mitreißt.

Die verschachtelte Story, die mit mehreren klugen Wendungen zu überraschen weiß und sich immer wieder auch die Zeit nimmt, die Motive der Figuren zu beleuchten, überzeugt aus all diesen Gründen.

...wer das doch tut, wird bitter bestraft.
...wer das doch tut, wird bitter bestraft.  © PR/Sony Pictures Entertainment Deutschland GmbH

Denn auch das Drehbuch und damit einhergehend die Dialoge sind hervorragend und sorgen dafür, dass ein starker nordischer Krimi mit expliziter Gewaltdarstellung entsteht.

All diese Elemente werden durch die kontrastreichen Locations, die fesselnde Musikuntermalung und die dynamische Kameraführung unterstützt.

Auch bei den Spezialeffekten greift ein Rädchen ins andere. Die Kämpfe, Explosionen und Stunts faszinieren ebenso, wie die Kostüme, das aufwendige Make-up und die Frisuren.

Die schauspielerischen Leistungen sind abgesehen von Foy nicht ganz so gut, wie in "Verblendung" mit Daniel Craig und Rooney Mara, aber noch solide.

Verschwörung ist eine erstklassige Bestseller-Verfilmung, die mit ihrem hohen Erzähltempo für viel Spannung sorgt und die Zuschauer mit überraschenden Wendungen und Charaktertiefe bis zum Schluss bei der Stange hält.

Lisbeth Salander (Claire Foy) kennt sich in der Unterwelt bestens aus.
Lisbeth Salander (Claire Foy) kennt sich in der Unterwelt bestens aus.  © PR/Sony Pictures Entertainment Deutschland GmbH

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