Kinder gehen zum Angeln, danach erstattet PETA Anzeige

Versmold/Bielefeld - Das "Schnupperangeln" in Versmold am Idingsee war eine Veranstaltung für die ganze Familie. Kein Wunder, dass Mitte Mai nicht nur Erwachsene, sondern auch zahlreiche Eltern mit ihren Kindern kamen.

Weil beim Angeln auch Kinder unter zehn Jahren dabei waren, zeigte PETA sämtliche Erwachsene an. (Symbolbild)
Weil beim Angeln auch Kinder unter zehn Jahren dabei waren, zeigte PETA sämtliche Erwachsene an. (Symbolbild)  © 123RF

Dass sie jetzt eine Anzeige am Hals haben, damit hätten sie vorher mit Sicherheit nicht gerechnet! Die Tierrechtsorganisation PETA zeigte sowohl die Veranstalter als auch sämtliche erwachsene Teilnehmer an.

Schuld daran sind ausgerechnet die Kinder! Denn die Tierschützer berufen sich auf das Fischereigesetz in Nordrhein-Westfalen. Dort steht, dass Kinder unter zehn Jahren nicht angeln dürfen. An der Veranstaltung sollen aber Kinder zwischen drei und 14 Jahren teilgenommen haben.

Außerdem hätten die Angler gegen § 17 des Tierschutzgesetztes verstoßen, "da die Fische beim 'Schnupperangeln' länger anhaltenden Leiden und Schmerzen ausgesetzt sind", so die Begründung von PETA.

Ein vorgeschriebener "vernünftiger Grund" fürs Töten von Wildtieren läge ebenfalls nicht vor, weil das "Schnupperangeln" lediglich eine "Werbeveranstaltung zur Rekrutierung von Anglernachwuchs" gewesen sei.

"Schnupperangeln ist Erziehung zur Grausamkeit", so Dr. Tanja Breining, Meeresbiologin und Fachreferentin für Fische und Meerestiere bei PETA. "Kinder sollten lernen dürfen wie man Tieren mit Empathie und Freundlichkeit begegnet und nicht lernen müssen, wie man sie am Haken aufspießt, erschlägt und ausnimmt."

Heutzutage sei belegt, dass Fische in Intelligenztests zum Teil besser abschneiden als Schimpansen, Orang-Utans oder auch Kapuzineräffchen. Sie seien daher ein Jemand und kein Etwas, so die Tierrechtsorganisation.

Titelfoto: 123RF


WhatsApp Wir bei WhatsApp: 0160 - 24 24 24 0