Zwei versuchte Vergewaltigungen in Köln: Tatverdächtiger ist bekannter Sexualstraftäter

Köln - Nach zwei versuchten Vergewaltigungen in Köln hat die Polizei einen Verdächtigen festgenommen. Der Mann ist Teilnehmer eines Programms für rückfallgefährdete Sexualstraftäter in NRW.

Die Polizei hat den Tatverdächtigen festgenommen. (Symbolbild)
Die Polizei hat den Tatverdächtigen festgenommen. (Symbolbild)  © 123RF

Wie die Kölner Polizei am Donnerstag mitteilte, haben die Beamten einen Mann (41) festgenommen.

Er steht in dringendem Tatverdacht versucht zu haben, zwei Frauen in Köln zu vergewaltigen.

Ein Haftrichter habe am Mittwoch Haftbefehl gegen wegen sexueller Straftaten vorbestraften Mann erlassen.

Der Tatverdächtige sei auch Proband des Programms für rückfallgefährdete Sexualstraftäter (KURS).

Die erste Tat hatte sich am 31. Mai in Köln-Lindenthal ereignet. Hier hatte der Täter eine Frau (23) den Mund zugehalten und in ein Gebüsch gezerrt. Erst als sich ein Passant näherte, ließ er von der Frau ab und flüchtete (TAG24 berichtete).

Am 2. Juni soll der jetzt festgenommene Tatverdächtige fast wieder eine Frau vergewaltigt haben. Er folgte einer Frau am Barbarossaplatz, riss sie zu Boden und hielt auch ihr wieder den Mund zu. Erst als Stimmen aus der Umgebung zu hören waren, sei der Angreifer davon gerannt.

Hintergrund: "Kurs" steht für Konzeption zum Umgang mit rückfallgefährdeten Sexualstraftätern in NRW. Das Programm der Landesregierung hat die Zielsetzung, die Bevölkerung vor besonders rückfallgefährdeten Sexualstraftätern zu schützen.

In Nordrhein-Westfalen wurde das Programm im Jahr 2010 geschaffen für rückfallgefährdete Sexualstraftäter, die ihre Strafe verbüßt haben. Jeder Sexualverbrecher wird dabei in eine Gefährdungsstufe eingeteilt. Danach unterscheidet sich die Intensität der Beobachtung. Maßnahmen reichen von einer Gefährderansprache bis zur Observation.

Zur Kategorie A gehören Risikoprobanden mit herausragendem Gefahrenpotenzial. Sie können jederzeit wieder eine erhebliche Straftat begehen. Unter die Kategorie B fallen Risikoprobanden mit hohem Gefahrenpotenzial, die bei Wegfall vorbeugender Bedingungen wieder rückfällig werden können. Probanden mit mittlerem Gefahrenpotenzial werden in die Kategorie C eingeteilt.

Weitere Informationen will die Kölner Polizei und die Staatsanwaltschaft im Laufe des Tages bekanntgeben.

Titelfoto: 123RF


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