Versuchter Mord: Prozess-Marathon gegen Ex-"Mister Germany" geht weiter

Halle (Saale) - Der Prozess um Adrian Ursache (43), ehemaliger deutscher Schönheitskönig, wird frühestens im April ein Ende finden.

Adrian Ursache (43) steht seit Oktober 2017 wegen versuchten Mordes vor dem Landgericht Halle (Saale).
Adrian Ursache (43) steht seit Oktober 2017 wegen versuchten Mordes vor dem Landgericht Halle (Saale).  © DPA

Nachdem das Gericht das Urteil am Montag vertagt hatte, setzte es direkt drei weitere Verhandlungstermine bis Mitte April fest. Ob dann tatsächlich der Anfang Oktober 2017 gestartete Prozess wegen versuchten Mordes ein Ende finden wird, ist unklar.

Dem deutsch-rumänischen Model und jetzigem Reichsbürger wird vorgeworfen, einen Polizisten auf dem Gewissen zu haben. Im August 2016 hatte er im Zuge einer Zwangsräumung seines Grundstücks in Reuden auf den Beamten geschossen und ihn am Hals getroffen (TAG24 berichtete). Nur die Schutzausrüstung des Beamten soll eine tödliche Verletzung verhindert haben.

Dass Ursache wegen versuchten Mordes und nicht wegen versuchten Totschlags angeklagt wird, begründet die Staatsanwalt mit "der willkürlichen Auswahl seines Opfers, durch die er dieses zum bloßen Objekt degradiert habe". Demnach sei das Merkmal der niedrigen Beweggründe erfüllt.

Immer wieder war die Verhandlung unterbrochen worden. Mal weil Ursaches Verteidiger neue Beweisanträge stellen, mal weil der Gerichtssaal wegen des hohen Besucherandrangs zu klein war (TAG24 berichtete). Ein Ende des Mammut-Prozesses des Schönheitskönig von 1998 ist laut Gerichtssprecher Wolfgang Ehm "nicht absehbar".

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