LKA-Mitarbeiter soll Dienstgeheimnisse verraten haben

Stuttgart - Die Staatsanwaltschaft Stuttgart ermittelt gegen einen Mitarbeiter des Landeskriminalamts (LKA) wegen Verrats von Dienstgeheimnissen.
Die Ermittlungen stehen im Zusammenhang mit einem Drogenprozess vor dem Landgericht.
Die Ermittlungen stehen im Zusammenhang mit einem Drogenprozess vor dem Landgericht.  © dpa/Marijan Murat

Der oder die Verdächtige habe ein Geständnis abgelegt, sagte ein Behördensprecher am Mittwoch in Stuttgart. Die Ermittlungen stehen im Zusammenhang mit einem Drogenprozess vor dem Landgericht Stuttgart.

Der LKA-Mitarbeiter soll die Verteidigung des Angeklagten mit internen Informationen und Dokumenten aus dem LKA beliefert haben.

Wie der "Spiegel" schreibt, soll der Mitarbeiter in E-Mails unter anderem den Vorwurf erhoben haben, ein verdeckter LKA-Ermittler habe Akten in dem Verfahren gegen den Angeklagten gefälscht und die Justiz getäuscht.

Auch gegen diesen verdeckten Ermittler wird inzwischen ermittelt - laut Staatsanwaltschaft wegen des Verdachts der falschen uneidlichen Aussage vor Gericht.

Wie LKA-Präsident Ralf Michelfelder den "Stuttgarter Nachrichten" (Mittwochausgabe) sagte, hat der LKA-Mitarbeiter, gegen den wegen Geheimnisverrats ermittelt wird, die Konsequenzen gezogen und seine Entlassung aus der Polizei beantragt. Das Verfahren gegen den mutmaßlichen Drogenhändler läuft noch. Auch die "Stuttgarter Zeitung" berichtete.

 Das Landeskriminalamt in Stuttgart.
Das Landeskriminalamt in Stuttgart.  © Daniel Naupold/dpa

Titelfoto: Daniel Naupold/dpa

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