Verweigern Banken PEGIDA wirklich ein Konto?

Dresden - Als PEGIDA-Orgaisator hat man es nicht leicht. Dieser Eindruck kommt zumindest auf, wenn man den letzten Facebook-Post von Lutz Bachmann (41) liest. Darin beschwert er sich, dass ihm Banken ein Konto für seinen "Verein PEGIDA i.G." verweigern.

Bachmann schreibt: "Das System funktioniert... 4 Banken haben unserem Verein PEGIDA i.G. ein Konto verweigert." Außerdem werden das Registergericht ("Frau J. legt bei Anruf durch uns vertetende Anwaltskanzlei einfach auf") und das Finanzamt ("...wimmelt Anfragen nach Sachstand ab) kritisiert.

Seine Facebook-Freunde reagieren wütend, wittern Verschwörung. Ein Volker N. schreibt: "...was erwarten sie vom System? Jahrzehnte wurde ein Volk von Schafen gezüchtet, denen eine Demokratie vorgegaukelt wird". Oder Ines A. schreibt: "Es ist unglaublich, die müssen eine Angst haben..."

Dabei ist zumindest die Sache mit dem Konto eine klare Sache. "Hier geht es nicht darum, dass wir der PEGIDA ein Konto verweigern wollen", erklärt Petra Gehlich von der Ostsächsischen Sparkasse Dresden gegenüber MOPO24. "Der Antragsteller muss allerdings mehrere Dinge vorlegen. Zum Beispiel einen Vereinsregisterauszug im Original, eine Vereinssatzung und ein Gründungsversammlungsprotokoll."

All das hat die PEGIDA wohl aktuell nicht. Zwischenzeitlich könnte man beispielsweise über einen Notar ein Treuhänderkonto eröffnen, das so lange fremd verwaltet wird, bis die PEGIDA ordentlich eingetragen ist.

FAZIT: Hinter allem steckt also keine "System-Verschwörung", sondern nur Banken und Sparkassen, die sich an die gesetzlichen Regeln halten.

Fotos: Ove Landgraf; Screenshot #pegidawatch


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