VfB-Klatsche! BVB nimmt Stuttgart bei Weinzierl-Debüt auseinander

Stuttgart - Was eine Klatsche für den VfB Stuttgart! Am achten Spieltag setzte es eine 0:4 (0:3)-Niederlage gegen Tabellenführer Borussia Dortmund.

Ex-Borusse und heutiger VfBler Gonzalo Castro muss den Jubel seiner ehemaligen Kollegen ertragen.
Ex-Borusse und heutiger VfBler Gonzalo Castro muss den Jubel seiner ehemaligen Kollegen ertragen.  © DPA

Jadon Sancho erzielte das 1:0 für seinen BVB (3.). Marco Reus besorgte in der 22. Minute das 2:0 und Super-Spanier Paco Alcacer traf nur drei Minuten später zum 3:0-Halbzeitstand für die Dortmunder (25.). Den Schlusspunkte setze Maximilian Philipp zum 4:0 (86.).

Der neue VfB-Coach Markus Weinzierl (43) entschied sich für vier Änderungen gegenüber der letzten Pleite bei Hannover 96. Mit Pablo Maffeo, Emiliano Insua, Erik Thommy und Nicolás González wollte Weinzierl mit mehr Offensive gegen den BVB angreifen.

Somit verzichtete er auf Holger Badstuber und Andreas Beck, sowie auf die verletzten Borna Sosa und Daniel Didavi.

BVB-Coach Lucien Favre änderte seine Startelf gegenüber dem 4:3-Sieg gegen die Augsburger auf drei Positionen: Lukasz Piszczek, Thomas Delaney und der Super-Spanier Paco Alcacer beginnen, statt den verletzten Manuel Akanji, Julian Weigl und Maximilian Philipp.

Der BVB zeigte sofort, weshalb sie Tabellenführer sind und die beste Offensive der Liga vorzuweisen haben. Die Offensivkräfte Jacob Bruun Larsen (20), Reus und Alcacer wirbelten die VfB-Abwehr kräftig durcheinander.

Bereits in der zweiten Minute kam die BVB-Offensive so richtig in Fahrt: Reus drang in den Strafraum und passte unfreiwillig auf Sancho, der den Ball unhaltbar im Tor versenkte. Das frühe Tor spielte dem BVB natürlich in die Karten, die im Anschluss die Partie kontrollierten.

Das Debüt ging völlig in die Hose: VfB-Coach Markus Weinzierl.
Das Debüt ging völlig in die Hose: VfB-Coach Markus Weinzierl.  © DPA

In der 8. Spielminute kam der VfB zu seiner ersten Chance. So brachte Thommy eine starke Ecke in den Strafraum und Gentner köpfte aufs Tor. Doch leider auch direkt auf BVB-Keeper Roman Bürki, der keine Probleme hatte den Ball aufzunehmen. Etwas Dampf in die VfB-Maschine brachte der rechte Flügelspieler Erik Thommy, der in der elften Minute in die BVB-Hälfte eindrang, jedoch verpuffte seine Hereingabe.

Gefährlicher wurde es als Gentner in der 20. Minute den Ball gefährlich aufs Tor schlenzte, doch Bürki gerade noch den Ball über sein Gehäuse wischte.

Dann machte die beste Offensive der Liga ernst:

Piszczek flankte auf Reus, der das Spielgerät mit seinem starken rechten Fuß zum 2:0 versenkte. (22.)

Nur drei Minuten später gelang der Borussia aus Dortmund der nächste Coup zum 3:0. Dieses Mal war es der Super-Spanier Alcacer, der zunächst alleine auf VfB-Torwart Ron-Robert Zieler zulief und den Ball butterweich über den VfB-Keeper ins Netz lupfte.

Somit setzte der Spanier den Schlussstrich unter eine erste Hälfte, in dieser der BVB völlig verdient 3:0 führte. Dem VfB gelang in der ersten Hälfte kaum etwas, während der BVB die Fehler der Schwaben eiskalt ausnutzte. Die VfB-Defensive zeigte sich sehr löchrig in den ersten 45 Minuten.

VfB-Keeper Ron-Robert Zieler musste vier Mal hinter sich greifen gegen die Borussia aus Dortmund.
VfB-Keeper Ron-Robert Zieler musste vier Mal hinter sich greifen gegen die Borussia aus Dortmund.  © DPA

Die Anfangsphase der zweiten Hälfte gehörte dann den Schwaben, die dem BVB zeigten, dass sie trotz der klaren Angelegenheit der ersten Hälfte, noch an sich glaubten. So entschärfte der Borussia-Keeper Bürki mit leichter Verunsicherung einen Kopfball von González nach einer Ecke (48.). Thommy legte gleich mit der nächsten VfB-Chance nach, der plötzlich im Fünf-Meter-Raum der Dortmunder stand, doch das Leder nur ans Außennetz beförderte.

Dann die Riesenchance für den VfB: Ascacibar tauchte plötzlich völlig frei nach einer Hereingabe von rechts vor Torwart Bürki auf, der erneut den Gegentreffer verhinderte.

Im Anschluss beruhigte sich die Partie etwas - vom BVB war in den ersten 15 Minuten der zweiten Halbzeit so gut wie gar nichts zu sehen. Sie ruhten sich etwas auf der komfortablen Führung aus.

Hakimi weckte mit einem Distanzschuss von halblinks kurzzeitig die Zuschauer, doch das Leder zischte am Tor vorbei.

Dann setzte Philipp den Schlussstrich und verwandelte einen Flachschuss zum 4:0 Endstand in der 85. Minute.

Somit war das Debüt des neuen VfB-Coach Weinzierl gewaltig in die Hose gegangen. Der Tabellenführer aus Dortmund war mindestens eine Nummer zu groß für die überforderten Stuttgarter, die nur in der Anfangsphase der zweiten Hälfte zu wenigen Chancen kamen.

Am nächsten Spieltag müssen die Schwaben zur TSG Hoffenheim, dann sollte Weinzierl seinen ersten Dreier einfahren - auch wenn der VfB aufgrund des Torverhältnisses die rote Laterne des Tabellenschlusslichts an die Fortuna Düsseldorf weitergeben durfte.

Mehr zum Thema 1. Bundesliga:


WhatsApp Wir bei WhatsApp: 0160 - 24 24 24 0