VfB-Fans in der Krise: Mit dem Latein am Ende, doch in Nürnberg kommt es zur Invasion

Stuttgart - Die Stimmung rund um den VfB Stuttgart ist angespannt, das betrifft natürlich auch die Fans, die bereits der Mannschaft ihren Unmut spüren ließen.

VfB-Coach Markus Weinzierl (43) weiß den kommenden Gegner Nürnberg nicht zu unterschätzen.
VfB-Coach Markus Weinzierl (43) weiß den kommenden Gegner Nürnberg nicht zu unterschätzen.  © DPA

So kam es bei der 0:3-Pleite im Heimspiel gegen Eintracht Frankfurt (TAG24 berichtete) zu einer Szene, die sinnbildlich für die Enttäuschung steht, die derzeit im Umfeld des VfB Stuttgart zu spüren ist: Ein Teil der Fans wandte sich vom Spielgeschehen auf dem Rasen ab und feierte sich selbst.

Eine übliche Reaktion von Fans, wenn die sportliche Leistung der Mannschaft zur Zumutung wird - eine verständliche Reaktion sogar.

Schließlich muss der VfB-Fan mal wieder sehr viel Leid ertragen.

"Die Enttäuschung ist verständlich", so sieht es auch VfB-Coach Markus Weinzierl.

Doch die Fans vergessen schnell, oder haben einfach Gespür für Situationen (TAG24 berichtete), in denen sie ihre Lieblingsmannschaft braucht: Über 10.000 VfB-Unterstützer werden in Nürnberg beim Abstiegsgipfel erwartet, eine richtige VfB-Invasion also.

Ein wichtiges Zeichen zur richtigen Zeit. Denn der Aufsteiger 1. FC Nürnberg steht auf dem 15. Tabellenplatz und hat trotzdem bereits fünf Punkte mehr auf dem Konto als Schlusslicht VfB Stuttgart. Deshalb sollte der VfB dringend gewinnen, um nicht den Anschluss zu verlieren.

Im Heimspiel gegen Eintracht Frankfurt wendeten sich die VfB-Fans zeitweise von der Mannschaft ab: Doch in Nürnberg unterstützen sie wieder zahlreich. (Symbolbild)
Im Heimspiel gegen Eintracht Frankfurt wendeten sich die VfB-Fans zeitweise von der Mannschaft ab: Doch in Nürnberg unterstützen sie wieder zahlreich. (Symbolbild)

Auch VfB-Coach Weinzierl weiß diesen Support richtig einzuordnen: "Wir brauchen die Fans."

Er und sein Team sind "stolz" darauf, dass so viele Fans den Weg nach Nürnberg am Samstag auf sich nehmen.

Selbstverständlich ist dies nicht, da die Saison bisher alles andere als rosig läuft. Die Gründe darin findet Lennart vom VfB-Fan-Podcast "Rund um den Brustring" schwer zu greifen, da die VfB-Verantwortlichen in der Sommerpause so viel Geld zur Verstärkung in die Mannschaft steckten.

35 Millionen Euro investierte Sportvorstand Michael Reschke in der Sommertransferperiode und einige Experten sahen den VfB als Anwärter für die Europa Leauge.

Nun steht man allerdings nach zehn Spieltagen auf dem letzten Tabellenplatz und die Gründe liegen nach Podcastler Lennart in der fehlenden Form der Schlüsselspieler wie Christian Gentner (33), Holger Badstuber (28) oder Gonzalo Castro (31).

Besonders von Castro hatte er nach dessen Verpflichtung im Sommer viel erwartet. Schließlich spielte dieser mit Borussia Dortmund in ganz anderen Tabellenregionen als sich momentan der VfB Stuttgart befindet.

Für die nahe Zukunft hofft Podcastler Lennart, dass der VfB "in Nürnberg gewinnt" und im nächsten Heimspiel Gegner Bayer Leverkusen "auf den falschen Fuß erwischt". Den VfB-Fans wäre es zu wünschen, denn "wir sind mit unserm Latein am Ende, wie Lennart feststellte.

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