VfB schwach bei schmeichelhaftem Remis gegen Nürnberg

Stuttgart - Schmeichelhaftes Remis! Im Abstiegskrimi der Fußball-Bundesliga trennen sich der VfB Stuttgart und der 1. FC Nürnberg 1:1 (0:1) unentschieden.

Nürnbergs Keeper Christian Mathenia fängt die Kugel vor VfB-Star Mario Gomez.
Nürnbergs Keeper Christian Mathenia fängt die Kugel vor VfB-Star Mario Gomez.  © DPA

Matheus Pereira traf zum 1:0 für die Franken (42.), ehe Ozan Kabak den 1:1-Ausgleich für den VfB erzielte (75.).

VfB-Trainer Markus Weinzierl veränderte seine Startformation im Gegensatz zur heftigen Pleite bei Eintracht Frankfurt auf drei Positionen. Santiago Ascacíbar und Anastasios Donis rotierten für die verletzten Christian Gentner und Gonzalo Castro in die Anfangself. Statt dem zuletzt unglücklich agierenden Nicolás González, begann wieder Stürmerstar Mario Gomez.

Nürnbergs Coach Boris Schommers ersetzte lediglich auf dem rechten Flügel Yūya Kubo durch Pereira.

Für einen Abstiegskrimi startete die Partie mit viel Schwung. Beide Farben suchten zunächst mithilfe ihrer begrenzten Mittel die Flucht in der Offensive.

Doch an klaren Chancen aus dem Spiel heraus, mangelte es in der Anfangsviertelstunde, weshalb sich immer mehr das erwartete Geduldsspiel abzeichnete.

Machen es sich auf dem Boden gemütlich: VfB-Offensivmann Anastasios Donis und Nürnbergs Tim Leibold.
Machen es sich auf dem Boden gemütlich: VfB-Offensivmann Anastasios Donis und Nürnbergs Tim Leibold.  © DPA

Doch es kam alles anders: Der Abstiegskrimi entwickelte sich zu einem offenen Schlagabtausch!

So war es mit Marc-Oliver Kempf ausgerechnet ein VfB-Verteidiger, der nach einer Flanke aus dem Halbfeld die Kugel an die Latte köpfte (34.).

Insgesamt gewann der VfB immer mehr Spielanteile, doch die Nürnberger setzten immer wieder gefährliche Nadelstiche.

Vor allem durch ihren Rechtsaußen Pereira, der in der 39. Minute nach einer feinen Doppelpass-Kombination, seinen Abschluss an den Pfosten des VfB-Gehäuses setzte (39.).

Nur drei Minuten später machte es der überragende Brasilianer besser: Nach einer Ecke köpfte Hanno Behrens das Kunstleder an die Latte, Pereira staubte ab und erzielte die 1:0-Führung für die Franken (42.).

Und kurz vor der Pause wurde es noch tragischer für die Schwaben: VfB-Star Gomez stand nach einem langen Ball plötzlich alleine vor Nürnbergs Mathenia, schaffte es, diesen auch zu überwinden, doch verstolperte kläglich den Ball am leeren Tor vorbei. Unter leisen Pfiffen von der Tribüne ging es anschließend zum Pausentee.

VfB-Rechtsverteidiger Andreas Beck (l.) und Nürnbergs Sebastian Kerk (r.) im Kampf um den Ball.
VfB-Rechtsverteidiger Andreas Beck (l.) und Nürnbergs Sebastian Kerk (r.) im Kampf um den Ball.  © DPA

Zu Beginn der zweiten Hälfte brachte VfB-Coach Weinzierl Daniel Didavi, der für mehr Kreativität sorgen sollte.

Und dieser brachte zunächst wirklich Schwung ins VfB-Spiel.

Doch die Nürnberger blieben gefährlich: In der 60. Minute muss Mikael Ishak eigentlich auf 2:0 stellen, doch er verfehlte das VfB-Gehäuse.

Der VfB war nun nervös und wirkte plötzlich überfordert mit dem Bundesliga-Existenzkampf.

So verloren sie in der 70. Spielminute die Kugel in der gefährlichen Zone und der Abschluss von Nürnbergs Leibold zischte nur knapp am VfB-Gehäuse vorbei.

Und dann fiel den Schwaben-Anhängern ein gewaltiger Stein vom Herzen: Plötzlich landete der Ball nach einer Flanke von links bei dem türkischen VfB-Verteidiger Kabak, der die Kugel über die Linie zum 1:1-Ausgleich drückte (75.).

Dabei blieb es. Durch den wichtigen Ausgleich kann der VfB die Nürnberger tabellarisch immerhin auf Distanz halten, doch hinsichtlich des Sprungs auf einen direkten Nichtabstiegsplatz bringt der schmeichelhafte Punkt den Schwaben wenig. Am nächsten Samstag ist Bayer Leverkusen in der Mercedes-Benz Arena zu Gast - einfacher wird es für die Brustringträger also nicht.

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