Knoten geplatzt! VfB feiert 2:0-Sieg gegen den 1. FC Nürnberg

Nürnberg - Der VfB Stuttgart besiegte am elften Spieltag den 1. FC Nürnberg mit 2:0 (0:0) im fränkischen Max-Morlock-Stadion.

Der VfB kämpfte sich gegen die Nürnberger zum Sieg,
Der VfB kämpfte sich gegen die Nürnberger zum Sieg,  © DPA

Das erlösende Tor zum 1:0 für den VfB Stuttgart erzielte Timo Baumgartl in der 68. Minute. Mit viel Wucht entschied schließlich Joker Erik Thommy mit seinem Treffer zum 2:0 die Partie (82.).

Der Nürnberger Coach Michael Köllner wechselte im Vergleich zum 2:2-Unentschieden in Augsburg auf einer Position: Simon Rhein kam für Ondřej Petrak.

VfB-Trainer Markus Weinzierl änderte seine Startelf gegenüber der 0:3-Pleite gegen Eintracht Frankfurt auf zwei Positionen: Für Holger Badstuber kam Marc Oliver Kempf zu seinem VfB-Debüt, statt Erik Thommy schickt er Andreas Beck ins Rennen.

Von Beginn an merkte man beiden Teams an, dass in dieser Partie viel auf dem Spiel stand. Der VfB Stuttgart versuchte sich zunächst mit vielen Pässen rund um den Mittelkreis Sicherheit zu erspielen, blieb dadurch allerdings bis auf einen Versuch Gentners (6.) harmlos.

Auch die Nürnberger begannen zurückhaltend und warteten ab, was die Gäste aus dem Schwabenland zu bieten hatte. Dennoch war bei den Nürnbergern in der Anfangsphase eine Dynamik zu spüren, die das VfB-Spiel schon sehr statisch aussehen ließen.

So zeigte der fliegenden Holländer der Nürnberger, Virgil Misidjan, immerhin einige gute Offensiv-Ansätze über seine rechte Seite: In der 22. Minute rutschte Stürmer Adam Zrelak in eine Flanke des Holländers, die Kugel zischte nur knapp rechts am Stuttgarter Gehäuse vorbei.

In der Schlussphase der ersten Hälfte ging dann der VfB mehr ins Risiko. Vor allem Turbodribbler Nicolás González drehte auf, der Mario Gomez in der 39. Minute eine Riesenchance auflegte - doch dem VfB-Star rutschte der Ball über den Schlappen.

So blieb die erste Hälfte der Partie torlos. Positiv zu bewerten war allerdings die VfB-Defensive, die sich im Gegensatz zu den letzten Partien deutlich stabiler präsentierte.

Den Willen hatten beide Mannschaften im Abstiegsgipfel.
Den Willen hatten beide Mannschaften im Abstiegsgipfel.

Die zweite Hälfte begann wie die erste: Der VfB bemühte sich die Partie zu kontrollieren, doch blieb im vorderen Drittel weitestgehend ungefährlich.

Die Nürnberger dagegen warteten auf Fehler des VfB und die taten den Franken den Gefallen. Santiago Ascacibar vertändelte den Ball an der Strafraumgrenze der Stuttgarter, sodass Sebastian Kerk aus der Distanz zum Schuss kam. Doch VfB-Keeper Ron-Robert Zieler wehrte zur Ecke ab (55.).

Die Schwaben blieben auch in der zweiten Hälfte zunächst zu harmlos hinsichtlich ihrer Offensiv-Bemühungen.

Doch dann zappelte der Ball im Netz der Nürnberger!

Stuttgarts Verteidiger Baumgartl traf nach einer Ecke von Dennis Aogo aus dem Rückraum zum 1:0 (68.). Der Nürnberger Klärungsversuch landete direkt bei Baumgartl, der den Ball mit einem satten Linksschuss im Tor der Franken unterbrachte.

War somit der Knoten der Stuttgarter geplatzt?

Die Nürnberger hatten dem Führungstreffer des VfB nichts mehr entgegenzusetzen. Stattdessen legte der VfB nach: Der eingewechselte Erik Thommy traf mit viel Wucht zum 2:0 (82.). Im Schuss Thommys war der ganze Frust zu spüren, der sich beim VfB nach den vielen Pleiten der letzten Wochen angesammelt hatte. Es war der Schlusspunkt der Partie.

Der VfB erkämpfte sich mit viel Wille den ersten Sieg unter Coach Weinzierl und traf nach zuletzt drei torlosen Partien endlich wieder ins gegnerische Netz.

Somit ist aufatmen beim VfB Stuttgart angesagt und es wird wohl wieder etwas Ruhe im Schwabenland einkehren.

Nicolás González (r.) zeigte auch heute gegen die Nürnberger wieder gute Aktionen.
Nicolás González (r.) zeigte auch heute gegen die Nürnberger wieder gute Aktionen.  © DPA

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