VfB Stuttgart mit Befreiungsschlag gegen Nürnberg: Diskussionen um Trainer Walter erstmal beendet

Stuttgart - Schwäbischer Befreiungsschlag! Am 16. Spieltag der 2. Fußball-Bundesliga hat der VfB Stuttgart verdientermaßen gegen den 1. FC Nürnberg mit 3:1 (0:1) gewonnen. Die Diskussionen um Trainer Tim Walter dürften somit erstmal beendet sein.

Stuttgarts Mario Gomez (l) spricht mit Schiedsrichter Robert Schröder, als dieser seinen Treffer nicht anerkennt.
Stuttgarts Mario Gomez (l) spricht mit Schiedsrichter Robert Schröder, als dieser seinen Treffer nicht anerkennt.  © DPA/ Thomas Kienzle

Michael Frey brachte den Club mit 1:0 in Führung (10.), ehe Silas Wamangituka den 1:1-Ausgleich für den VfB besorgte (58./Handelfmeter) und Mario Gomez das 2:1 für Stuttgart erzielte (59.). Philipp Förster setzte mit dem 3:1 für die Schwaben den Schlusspunkt (72.).

Nach zuletzt fünf Niederlagen aus sieben Spielen stand VfB-Coach Walter gewaltig unter Druck. Um gegen die Franken zurück in die Erfolgsspur zu finden, schickte er im Vergleich zur Pleite beim SV Sandhausen gleich drei Neue ins Rennen. Keeper Fabian Bredlow ersetzte überraschender Weise Stammtorwart Gregor Kobel, für Nicolas Gonzalez kehrte Daniel Didavi nach seiner Verletzung zurück in die Startelf. Zudem musste Orel Mangala auf der Bank Platz nehmen, für ihn begann Borna Sosa.

Die 48.971 Zuschauer in der Mercedes-Benz Arena sahen zunächst eine Heimelf, die gewillt war, etwas gutzumachen. Die Schwaben setzten die Nürnberger unter Druck, allerdings blieben Chancen Mangelware.

Die Clubberer warteten dagegen erstmal ab und nutzten dann ihre erste Gelegenheit eiskalt aus. Gonzalo Castro bekam an der Strafraumgrenze die Situation nicht geklärt, die Kugel fiel auf den Fuß des Nürnberger Stürmers Frey, der den Ball mit viel Wucht ins Netz zum 1:0 für die Franken schoss (10.).

VfB Stuttgart: Wieder zähte ein Gomez-Tor aufgrund einer Abseits-Stellung nicht

Stuttgarts Wataru Endo (l) erzielt ein Tor, das nach Videobeweis nicht gegeben wurde.
Stuttgarts Wataru Endo (l) erzielt ein Tor, das nach Videobeweis nicht gegeben wurde.  © DPA/ Thomas Kienzle

Ein Wirkungstreffer! Die Schwaben verloren in der Folge komplett den Faden und fanden gegen tief stehende Franken kein Mittel, was einzelne Anhänger bereits in der 20. Minute mit Pfiffen quittierten.

Für die Stuttgarter Erlösung schien schließlich Wataru Endo zu sorgen, allerdings wurde sein Treffer nach Einsatz des Videobeweises von Schiedsrichter Robert Schröder zurückgenommen. Er ahndete ein Foul von Gomez, der im Gewusel bei der Ecke seinen Gegenspieler zu Fall gebracht hatte.

Gomez, der mit seinem Abseits-Hattrick gegen Sandhausen bereits der Pechvogel war, bugsierte kurze Zeit später per Kopf erneut die Kugel über die Linie des Nürnberger Gehäuses. Der Treffer zählte aber wieder nicht, da der ehemalige deutsche Nationalstürmer hauchdünn im Abseits stand (34.).

Glücklos ging es für den VfB also mit dem 0:1-Rückstand in die Pause.

VfB außer Rand und Band: Erst trifft Silas Wamangituka, dann Gomez und schließlich Philipp Förster

Stuttgarts Philipp Förster (l) spielt gegen Nürnbergs Lukas Jäger.
Stuttgarts Philipp Förster (l) spielt gegen Nürnbergs Lukas Jäger.

Die zweite Hälfte begann, wie die erste geendet hatte: Der VfB machte das Spiel, setzte Nürnberg unter Druck, blieb aber zunächst ohne Glück.

Bis Schiedsrichter Schröder auf den Punkt zeigte! Der Nürnberger Enrico Valentini spielte den Ball im Strafraum mit der Hand - Elfmeter für den VfB. Diese Gelegenheit ließ sich Joker Wamangituka nicht nehmen und verwandelte die Kugel halbhoch rechts ins Eck zum 1:1-Ausgleich für den VfB (58.).

Und plötzlich spielten die Schwaben frei auf! Nur eine Minute später ging es ganz schnell in Richtung fränkisches Tor, Sosa flankte aus dem Halbfeld auf Gomez, der den Ball mit der Innenseite vorbei an Torwart Felix Dornebusch zum 2:1 für den VfB ins Netz bugsierte (59.).

Im ehemaligen Neckarstadion gab es nun kein Halten mehr und die Schützlinge von VfB-Coach Walter hatten noch nicht genug.

Santiago Ascacibar gewann die Kugel im Mittelfeld, es folgte ein Doppelpass zwischen Gomez und Förster. Letzterer tunnelte anschließend FCN-Keeper Dornebusch zum 3:1 für Stuttgart (72.). Somit war die Messe gelesen. Gegen inzwischen schwache Franken ließ der VfB nichts mehr anbrennen und spielte seinen Stiefel locker runter.

Durch diesen 3:1-Befreiungsschlag dürften nun auch die Diskussionen um den Job des VfB-Trainers Walter erstmal ein Ende haben.

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