VfB empfängt Nürnberg: Schießt die Walter-Elf ihren Trainer aus dem Kreuzfeuer?

Stuttgart - Nach fünf Niederlagen aus den vergangenen sieben Spielen ist es für den Fußball-Zweitligisten VfB Stuttgart höchste Eisenbahn, zurück in die Spur zu finden! Zum Abschluss des 16. Spieltags empfangen die Schwaben den 1. FC Nürnberg in der Mercedes-Benz Arena (20.30/Sky).

Könnte am Montag unter Umständen das erste Mal nach über zwei Monaten wieder mitwirken: VfB-Mittelfeldspieler Daniel Didavi.
Könnte am Montag unter Umständen das erste Mal nach über zwei Monaten wieder mitwirken: VfB-Mittelfeldspieler Daniel Didavi.  © Soeren Stache/dpa

Eigentlich ist für den VfB alles perfekt angerichtet: Tabellenführer Arminia Bielefeld kam nicht über ein 2:2 gegen den Karlsruher SC heraus. Der Zweitplatzierte Hamburger SV verlor zuhause gegen den 1. FC Heidenheim (TAG24 berichtete), die sich an den Stuttgartern vorbei auf Rang drei schoben.

Gewinnen die Brustringträger also das Montagsspiel gegen die Nürnberger, hätten sie genau so viele Punkte wie der HSV und lägen nur noch vier Zähler hinter Spitzenreiter Bielefeld - was die derzeit angespannte Situation rund um die Mercedesstraße deutlich auflockern dürfte.

Denn nach den mauen Ergebnissen der letzten Wochen gerät VfB-Coach Tim Walter zunehmend in die Kritik. "Dass Rufe aufkommen ist normal, weil wir nicht die Ergebnisse liefern, die alle gerne hätten", sagte der 44-Jährige am Freitag.

Und obwohl Walter sich nicht aktiv mit der Diskussion um seine Person beschäftigt, setzen ihm die fehlenden Resultate zu.

"Spurlos geht das nie an einem vorbei. Aber ich habe eine Familie, bei der ich einen Ausgleich finde. Ich habe meine Trainer, meine sportlichen Verantwortlichen, meine Mannschaft und die versuchen mich jeden Tag zu unterstützen, genauso wie ich es für sie tue", so der gebürtige Bruchsaler.

Tim Walter hofft auf Einsatz von Daniel Didavi

VfB-Trainer Tim Walter steht nach den schwachen Ergebnissen in den vergangenen Wochen in der Kritik.
VfB-Trainer Tim Walter steht nach den schwachen Ergebnissen in den vergangenen Wochen in der Kritik.  © Christian Charisius/dpa

Die Art und Weise, wie die VfB-Truppe Walters fußballerische Ideen umsetzt, passe - lediglich die Tore würden fehlen.

Vielleicht fallen diese am heutigen Abend unter dem Flutlicht der Mercedes-Benz Arena, wenn der strauchelnde Tabellen-16. aus Nürnberg zum Duell bittet. Die Franken gehen als krasser Außenseiter in die Partie, der letzte Sieg gelang Ende September mit einem 4:0 bei Hannover 96.

Dennoch hat Tim Walter großen Respekt vor dem Gegner: "Ich weiß, dass Nürnberg eine Mannschaft ist, die unheimlich viel Qualität hat. Ich glaube auch, dass sie zu unrecht da unten stehen, aber die Situation und Negativ-Spirale vielleicht momentan nicht aufzuhalten ist."

Der VfB müsse deshalb laut dem VfB-Trainer zusehen, sich von der schwierigen Situation der Nürnberger nicht beeinflussen zu lassen und solle stattdessen die eigene Stärke demonstrieren. Gelinge dies, "werden wir am Montag viel Freude haben", so Walter.

Und unter Umständen kann Stuttgarts Spielmacher und Taktgeber Daniel Didavi ein Stück dazu beitragen. Der 29-Jährige ist mittlerweile wieder komplett schmerzfrei und damit, sehr zur Freude von Tim Walter, für das Spiel gegen Nürnberg wieder "eine ernsthafte Option".

Der Mittelfeld-Allrounder zog sich Anfang Oktober gegen Wehen Wiesbaden einen Muskelbündelriss zu und wurde seitdem schmerzlich vermisst. "Ich bin froh, dass Daniel wieder da ist, weil "Dida" so viel für unser Spiel und auch für die Stimmung in der Kabine bringt", schwärmt Walter über Stuttgarts Nummer 10.

Möglicherweise geht mit einem Einsatz Didavis der entscheidende Ruck durch die VfB-Mannschaft, auf dass sie zurück in die Spur findet und Trainer Tim Walter aus dem Kreuzfeuer schießt.

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