Abstieg nach Horror-Saison! VfB Stuttgart muss bitteren Gang in Liga Zwei antreten

Berlin - Abstieg! Der VfB Stuttgart muss nach einer absoluten Horror-Saison den bitteren Gang in die Zweite Liga antreten.

Stuttgarts Santiago Ascacíbar grätscht von hinten Unions Sebastian Andersson.
Stuttgarts Santiago Ascacíbar grätscht von hinten Unions Sebastian Andersson.  © DPA

Nach dem 2:2 im Hinspiel der Relegation gegen Union Berlin, reichte den Schwaben das 0:0 an der Alten Försterei nicht.

Somit steht nach der schlechtesten Saison der Vereinsgeschichte der zweite Abstieg innerhalb von drei Jahren. Erst 2016 mussten die Schwaben den bitteren Gang ins Unterhaus antreten.

Nun werden sich die Brustringträger erneut in der Zweiten Liga neu ordnen müssen.

Doch dieser Prozess hat längst mit den Personalentscheidungen während der laufenden Saison begonnen.

Mit Tayfun Korkut und Markus Weinzierl entließ der Verein für Bewegungsspiele zwei Trainer. Mit Michael Reschke musste auch der Sportvorstand gehen.

Interimstrainer Nico Willig, der den VfB nicht mehr retten konnte, wird als Coach der Stuttgarter U19 zurückkehren.

Tim Walter (aktuell noch Holstein Kiel) wird zur kommenden Saison als neuer Chefcoach den Neuaufbau von der Seitenlinie betreuen.

Berlins Ken Reichel (l.) im Zweikampf mit Stuttgarts Verteidiger Benjamin Pavard (r.), der zu den Bayern wechselt.
Berlins Ken Reichel (l.) im Zweikampf mit Stuttgarts Verteidiger Benjamin Pavard (r.), der zu den Bayern wechselt.

In der sportlichen Verantwortung wurden bereits in der Rückrunde VfB-Sportvorstand Thomas Hitzlsperger und Ex-BVB-Scout Sven Mislintat als Sportdirektor installiert.

Die beiden haben nun den schwäbischen Neuanfang in der Hand.

Und sie haben schon Transfercoups gelandet!

Mit Mateo Klimowicz (18) kommt ein blutjunger offensiver Mittelfeldmann aus Argentinien.

Ebenfalls wurde der Kieler Atakan Karazor fürs schwäbische Mittelfeld verpflichtet.

Außerdem wird offenbar Philipp Klement (Mittelfeld) aus Paderborn den VfB-Kader verstärken, wie TAG24 bereits berichtete.

Gemunkelt wurde außerdem über Stürmer Maximilian Philipp, der aus Dortmund nach Stuttgart ausgeliehen werden sollte. Doch durch den Abstieg wird dieser Deal platzen.

Aussichtslos wird es sein, das türkische Juwel Ozan Kabak zu halten, der durch seiner überragenden Rückrunde auf sich aufmerksam gemacht hat.

Fraglich ist die Zukunft der alten Herren Mario Gomez (33), Christian Gentner (33) und Dennis Aogo (32). Zumindest bei Aogo und Gentner stehen die Zeichen auf Abschied. Sicher ist schon länger: Weltmeister-Verteidiger Benjamin Pavard wechselt zur kommenden Saison zu den Bayern. Doch er wird definitiv nicht der einzige sein, der den VfB nicht mit in die Zweite Liga begleitet. Der von der TSG 1899 Hoffenheim ausgeliehene Steven Zuber wird beispielsweise in den Kraichgau zurückkehren.

Durch den Abstieg werden sich außerdem die Diskussionen um den umstrittenen VfB-Präsidenten Wolfgang Dietrich zuspitzen, der bei den Fans aktuell besonders wegen seiner Verflechtung beim Fußball-Kreditgeber "Quattrex" in der Kritik steht. (TAG24 berichtete) Ihn sieht man auch als Hauptverantwortlichen für die historisch schlechte Saison.

Dietrich hat allerdings bereits einen Rücktritt ausgeschlossen - auch im nun eingetroffenen Abstiegsfall. Inwieweit die VfB-Anhänger noch hinter ihrem Präsidenten stehen wird besonders die Mitgliederversammlung Mitte Juli zeigen.

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