Redet sich der VfB den Punktgewinn schön? Die Zufriedenheit ist trügerisch

Stuttgart - Es war ein harter Fight im baden-württembergischen Nachbarschafts-Duell! Am Ende trennten sich der VfB Stuttgart und die TSG 1899 Hoffenheim mit 1:1 (0:1) in der Fußball-Bundesliga.

Ließ sich ausgiebig feiern: VfB-Torschütze Steven Zuber.
Ließ sich ausgiebig feiern: VfB-Torschütze Steven Zuber.  © DPA

Nach der 0:1-Führung durch den kroatischen Starstürmer Andrej Kramaric, glich ausgerechnet TSG-Leihspieler Steven Zuber für den VfB zum 1:1-Endstand aus.

So zeigten sich die VfB-Kicker aufgrund des packenden Spielverlaufs durchaus zufrieden mit dem Punktgewinn gegen die Kraichgauer.

VfB-Rechtsverteidiger Andreas Beck sagte, man habe natürlich drei Punkte gewollt, doch schlussendlich haben "wir heute mit Herz und Leidenschaft gespielt", so der Ex-Hoffenheimer.

Außerdem sprach Beck von einer "ordentlichen Leistung".

Doch diese Zufriedenheit ist etwas trügerisch, denn unterm Strich steht eben nur ein mickriger Punkt für die Schwaben.

Und auch spielerisch war längst nicht alles top!

Nach hartem Kampf nehmen Didavi und seine VfB-Teamkollegen zufrieden einen Punkt aus der Partie gegen die TSG Hoffenheim mit.
Nach hartem Kampf nehmen Didavi und seine VfB-Teamkollegen zufrieden einen Punkt aus der Partie gegen die TSG Hoffenheim mit.

Zwar bemühten sich die Stuttgarter vor allem bezüglich des zuletzt schwachen Offensiv-Spiels einen Schritt nach vorne zu machen, doch dies funktionierte kaum und ging außerdem auf Kosten der Defensive.

Die Monster-Offensive der TSG zermürbte teilweise die VfB-Abwehr, die lang nicht so stabil auftrat wie in den vergangenen Partien.

Doch auch VfB-Coach Markus Weinziel war zufrieden mit der Leistung seiner Schützlinge und lobte deren Moral und Zweikampfstärke.

"Wir entwickeln uns", forderte Weinzierl noch etwas Geduld.

"Nochmal so eine Leistung, dann habe ich Zuversicht, dass wir noch viele Punkte holen diese Saison und dass das dann am Ende auch reicht, um in der Liga zu bleiben", erklärte Weinzierl weiter.

Viel Zeit bleibt ihm und seinem VfB allerdings nicht mehr, wenn sie noch um den direkten Klassenerhalt spielen und die Relegation vermeiden möchten. Konkurrent Augsburg ist nach dem Sieg über Hannover 96 mittlerweile fünf Punkte vor dem VfB und kletterte auf Rang 14.

Neuer erster Konkurrent für die Schwaben ist nun der FC Schalke 04 (15.), die drei Punkte mehr als die Stuttgarter auf dem Konto haben. Die Knappen treffen allerdings nach der Länderspiel-Pause auf Punkte-Lieferant Hannover. Der VfB muss zu den Europa-Helden nach Frankfurt. Einfacher wird es für die Brustringträger also nicht.

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