Aus der Traum! VfB Stuttgart scheitert an Bayer Leverkusen im DFB-Pokal

Leverkusen - Aus der Traum! Der VfB Stuttgart hat im DFB-Pokal beim Bundesligisten Bayer Leverkusen unglücklich mit 1:2 (0:0) verloren.

Leverkusens Mitchell Weiser (l) und Stuttgarts Nicolas Gonzalez (M) kämpfen um den Ball.
Leverkusens Mitchell Weiser (l) und Stuttgarts Nicolas Gonzalez (M) kämpfen um den Ball.  © dpa/Guido Kirchner

Torwart Fabian Bredlow war der Unglücksrabe, der mit seinem Eigentor das 0:1 (71.) für Leverkusen verschuldete und somit das Pokal-Aus der Stuttgarter einleitete. Den Deckel drauf machte Bayers Lucas Alario mit seinem Treffer zum 2:0 (83.). Silas Wamangituka gelang nur noch der Stuttgarter Anschluss zum 2:1 (85.).

Im Vorfeld der Partie sagte VfB-Coach Pellegrino Matarazzo, er wolle eine schlagkräftige Truppe aufs Feld schicken, dennoch rotierte er gegenüber dem 1:1-Remis in der Liga beim FC St. Pauli gleich auf sechs Positionen. Wie der Stuttgarter Trainer bereits angekündigt hatte, durfte Bredlow für den Stammkeeper Gregor Kobel von Anfang an ran.

Ex-Leverkusener Gonzalo Castro ersetzte den verletzten Marc Oliver Kempf (Kieferbruch), Mario Gomez musste für Nicolas Gonzalez Platz machen. Außerdem liefen Daniel Didavi, Pascal Stenzel und Wamangituka für Borna Sosa, Atakan Karazor und Philipp Klement auf.

Vor 20.000 Zuschauern in der Bayarena wollten die Schwaben unbedingt für die Pokalüberraschung sorgen. Dazu hatten sie sich fest vorgenommen, Leverkusen die Stärken in der Offensive zu nehmen und mögliche Fehler des Favoriten eiskalt auszunutzen.

Silas Wamangituka trifft für den VfB Stuttgart nur die Latte; Havertz-Tor zählt wegen Abseits nicht

Leverkusens Kai Havertz (l) und Stuttgarts Orel Mangala kämpfen um den Ball.
Leverkusens Kai Havertz (l) und Stuttgarts Orel Mangala kämpfen um den Ball.  © dpa/Guido Kirchner

Besonders was die Defensive betraf, ging dieser Plan zu Beginn voll auf.

Leverkusen bekam keinen Stich, was allerdings auch daran lag, dass die Offensivmonster um Kai Havertz und Karim Bellarabi zunächst nur schlummerten.

Es dauerte 18 Minute bis Deutschlands Supertalent Havertz zum ersten Mal die Muskeln spielen ließ und die Kugel nach einer Flanke von Moussa Diaby aufs Tor brachte. Doch Stuttgarts Keeper Bredlow war auf seinem Posten und wehrte den Ball mit dem Fuß ab.

In der Abwehr wackelte die Werkself, was der VfB jedoch erst nicht auszunutzen wusste. Im Verlauf der ersten Hälfte wurden die Schwaben allerdings mutiger. Nach einer starken Balleroberung im Mittelfeld durch Gonzalez, war es Wamangituka, der alleine auf Lukas Hradecky zulief, doch die Pille nur ans Lattenkreuz setzte (26.).

Besser machte es Bayers Havertz, der bei einem Kopfball von Lucas Alario nur noch den Fuß hinhielt, um die Kugel über die Linie zu bugsieren (43.). Schiedsrichterin Bibiana Steinhaus entschied jedoch auf Abseits und schickte somit beide Mannschaften mit einem 0:0 zum Pausentee.

Eigentor Fabian Bredlow, auch Alario trifft - Wamangituka erzielt den Anschluss für den VfB Stuttgart

Leverkusens Lucas Alario (l) schießt den Ball gegen Stuttgarts Nathaniel Phillips auf das Tor.
Leverkusens Lucas Alario (l) schießt den Ball gegen Stuttgarts Nathaniel Phillips auf das Tor.  © dpa/Guido Kirchner

Die zweite Hälfte begann, wie die erste endete: mit einem Abseitstor. Dieses Mal war es Alario, der vor seinem Abschluss in der strafbaren Zone stand.

Insgesamt fehlte der Partie an Schwung, vor allem die Leverkusener enttäuschten über weite Strecken.

Somit brauchten sie Hilfe vom Gegner und die bekamen sie durch ein unfassbar kurioses Eigentor. Nach einer Leverkusen-Ecke, getreten von Bellarabi, wollte VfB-Keeper Bredlow die Kugel aus dem Strafraum fausten, stattdessen landete sie allerdings im eigenen Kasten zum 1:0 für Bayer Leverkusen (71).

Daran hatte der VfB im Anschluss mächtig zu knabbern und so kam es, wie es kommen musste. Bredlow parierte zunächst einen Abschluss von Bellarabi, doch Alario stand beim Abpraller goldrichtig und bugsierte den Ball zum 2:0 für die Werkself über die Linie.

In der Folge wurde es natürlich schwer für den VfB, die dennoch alles in die Waagschale warfen. Wamangituka gelang sogar noch der 1:2-Anschluss für den VfB (85.), doch am Ende sollte es einfach nicht sein.

So endete die Pokalreise für den VfB in Leverkusen, die sich nun ganz auf die Liga und den Aufstiegskampf konzentrieren können.

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