Der VfB stand unter Druck: Deshalb ließ man Eigengewächs Özcan zum HSV ziehen

Stuttgart - Am Donnerstagabend war der Transfer fix: Fußball-Bundesligist VfB Stuttgart lässt sein Eigengewächs Berkay Özcan zum Hamburger SV ziehen. (TAG24 berichtete)

Hat mit dem HSV einen ganz besonderen Deal ausgehandelt: VfB-Sportvorstand Michael Reschke.
Hat mit dem HSV einen ganz besonderen Deal ausgehandelt: VfB-Sportvorstand Michael Reschke.

Doch der Transfer wirft einige Fragen auf - sportlich und finanziell.

Wie das Fußball-Fachmagazin "Kicker" berichtete, soll Özcan nämlich bis zum Sommer an den HSV nur ausgeliehen sein, der ihn dann erst anschließend fest verpflichten wird.

Die Ablösesumme soll zwei Millionen betragen und kann im Falle eines HSV-Aufstiegs noch bis auf zirka drei Millionen Euro ansteigen.

Somit wird der VfB nach "Kicker"-Informationen nun mehr Geld kassieren, als hätte man diesen Deal erst in Sommer abgewickelt.

Wie der "Kicker" erfahren haben will, besitzt Özcan nämlich eine 500-Spielminuten-Klausel in seinem Vertrag beim VfB.

Hätte er diese Einsatzzeit nicht erreicht, so hätte der türkische Nationalspieler wohl für eine festgeschriebene Ablöse von nur 1,2 Millionen Euro wechseln können.

Wird in Zukunft für den HSV auflaufen: Berkay Özcan.
Wird in Zukunft für den HSV auflaufen: Berkay Özcan.  © DPA

Da Özcan verletzungsbedingt bisher kaum spielte, hätte er diese Marke wohl nicht erreicht.

Deshalb handelte der VfB Stuttgart diese speziellen Vertragsmodalitäten mit dem Hamburger SV aus: Die Schwaben standen finanziell unter Druck.

Während der Deal finanziell allerdings Sinn ergibt, darf man ihn aus sportlicher Perspektive durchaus in Frage stellen.

Denn der türkische Nationalspieler ist ein Spielmacher, der den verletzungsanfälligen VfB-Star Daniel Didavi hätte ersetzen können.

Ansonsten ist der VfB auf dieser Position nämlich dünn besetzt.

Da kann VfB-Coach Markus Weinzierl eigentlich nur darauf hoffen, dass der Dauerverletzte Didavi fit wird und endlich seine Achillessehnen-Probleme überwindet.

Weinzierl betonte am Donnerstag auf der Pressekonferenz, dass dieser auf einem guten Weg sei.

Ob Didavi bereits am Sonntag (15.30 Uhr) gegen die Bayern spielen wird, bleibt abzuwarten. Der Neu-Hamburger Özcan wird ihn dann jeden Fall nicht mehr ersetzen können.

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