Willig-Effekt! Aggressiver VfB kämpft Gladbach nieder

Stuttgart - Befreiungsschlag! Am 31. Spieltag der Fußball-Bundesliga gewinnt der VfB Stuttgart in der heimischen Mercedes-Benz Arena gegen Borussia Mönchengladbach mit 1:0 (0:0).

Bei seinem Profi-Debüt: VfB-Interimscoach Nico Willig.
Bei seinem Profi-Debüt: VfB-Interimscoach Nico Willig.  © DPA

Anastasios Donis sorgte mit dem 1:0 für den Stuttgarter Dosenöffner (56.).

VfB-Interimscoach Nico Willig schmiss bei seinem Debüt die Rotationsmaschine an und nahm gegenüber der Horror-Pleite in Augsburg satte fünf Änderungen vor.

Willig verzichtete auf Emiliano Insúa, Timo Baumgartl, Alexander Esswein und Mario Gomez - gezwungenermaßen auch auf Steven Zuber, der verletzungsbedingt ausfiel.

Stattdessen starteten Borna Sosa, Dennis Aogo, Donis, Daniel Didavi und Kapitän Andreas Beck.

Gladbachs Trainer Dieter Hecking dagegen, veränderte seine Startelf im Vergleich zur Leipzig-Schlappe auf zwei Positionen. Nico Elvedi begann statt Tony Jantschke und Jonas Hoffmann ersetzte den verletzten Raffael.

Die Partie begann rasant! Der VfB zeigte sich wie angekündigt aggressiv und setzte die Fohlen früh unter Druck, während die Gladbacher die Schwaben kommen ließen.

Fighten um die Pille: Stuttgarts Andreas Beck (links) und Gladbachs Denis Zakaria (rechts).
Fighten um die Pille: Stuttgarts Andreas Beck (links) und Gladbachs Denis Zakaria (rechts).  © DPA

Doch trotz des spürbaren VfB-Willens, die Pleite vergangener Woche vergessen zu machen, blieben die Schwaben zunächst der gefährlichen Zone fern.

Ganz anders die Elf vom Niederrhein, die durch einen dramatischen Stuttgarter Fehlpass zu der größten Chance der Anfangsphase kamen.

Plötzlich lief Alassane Pléa alleine auf VfB-Keeper Ron-Robert Zieler zu. Im letzten Moment konnte der Schlussmann per Fußabwehr den frühen Rückstand verhindern (4.).

Nach kurzer Verschnaufpause, entwickelte sich Mitte der ersten Hälfte ein offener Schlagabtausch.

Mit direktem vertikalen Passspiel in die Spitze, wurden die Brustringträger gefährlich. So wie in der 21. Minute, als nach feinem Kombinationsspiel, Gonzalo Castro die Pille über den Schlappen rutschte und das Gladbacher Gehäuse meilenweit verfehlte.

Durch den Stuttgarter Mut im Vorwärtsgang, öffneten sich für die Fohlen Räume zum kontern: So scheiterte Hofmann nur knapp, weil er das Spielgerät nicht aufs leere VfB-Tor bugsiert bekam (25.). Glück für die Schwaben in dieser Situation, die mit ihrem Auftritt bis zum Pausentee zufrieden sein konnten - aber nicht mit dem Ergebnis: 0:0.

Gladbachs Denis Zakaria vor Stuttgarts Anastasios Donis am Ball.
Gladbachs Denis Zakaria vor Stuttgarts Anastasios Donis am Ball.  © DPA

Die zweite Hälfte begann weniger spektakulär, doch der VfB bestimmte die Partie.

Nach ersten harmlosen Tor-Annäherungen, war es Donis der plötzlich völlig frei vor Fohlen-Keeper Yann Sommer auftauchte, doch der 22-Jährige setzte das Leder an den Pfosten (53.).

Kurze Zeit später machte es der Grieche besser: Aogo lupfte die Pille blind nach vorne, Donis drehte sich geschickt und schob die Kugel eiskalt zum 1:0 für den VfB ins Netz (56.) - Befreiungsschlag!

Anschließend agierte der VfB vorsichtiger und igelte sich immer mehr in der eigenen Hälfte ein - daran bissen sich die Fohlen die Zähne aus. Gladbach blieb harmlos, nur Pléa kam nochmal gefährlich vors VfB-Gehäuse, doch köpfte das Leder vorbei (77.).

So stand am Ende der völlig verdiente 1:0-Sieg für den VfB, die somit den Befreiungsschlag feierten! Ein gelungenes Debüt für Interimscoach Willig, der nur innerhalb einer Woche Struktur in die VfB-Offensive brachte.

Unterm Strich: Wichtiger Dreier im Kampf um den Klassenerhalt, am kommenden Samstag (ab 15.30 Uhr) sind die Schwaben zu Gast bei Hertha BSC.

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