Kampfstarker VfB Stuttgart kassiert eiskalte Dusche gegen BVB

Dortmund/Stuttgart - Tragische Niederlage! Am 25. Spieltag der Fußball-Bundesliga verliert der VfB Stuttgart bei Borussia Dortmund im Signal Iduna Park mit 1:3 (0:0).

Im Regen stehend: VfB-Kämpfer Alexander Esswein (l.) und BVB-Star Marco Reus (r.).
Im Regen stehend: VfB-Kämpfer Alexander Esswein (l.) und BVB-Star Marco Reus (r.).  © DPA

BVB-Kapitän Marco Reus erzielte in der 62. Minute das 1:0, ehe Marc Oliver Kempf den 1:1-Ausgleich für den VfB besorgte und BVB-Stürmer Paco Alcácer das 2:1erzielte (84.). Christian Pulisic traf zum 3:1-Schlusspunkt für den BVB (92.).

VfB-Coach Markus Weinzierl vertraute überwiegend seiner Erfolgself vom Kantersieg über Hannover 96. Mit einer Überraschung: Der Argentinier Nicolas González ersetzte VfB-Star Mario Gomez im Sturm.

Lucien Favre, der Taktik-Fuchs auf Seiten Borussia Dortmunds, änderte seine Startelf gegenüber der Champions-League-Pleite gegen Tottenham ebenfalls nur auf einer Position: Für den erkälteten Julian Weigl rutschte Achraf Hakimi in die Viererkette.

Der BVB nahm das Heft von Anfang an in die Hand und schnürte den VfB mit viel Druck in der eigenen Hälfte ein.

So war es Dortmunds Super-Joker Paco Alcácer, der sich bereits in der dritten Minute im VfB-Strafrum in Szene setzte, doch sein Abschluss verfehlte knapp das Gehäuse.

Im Anschluss dominierte der BVB weiter die Partie und versuchte eifrig in die gefährliche Zone der Stuttgarter einzudringen, was der VfB zu verhindern wusste. Die Stuttgarter standen kompakt und machten die Räume eng.

VfB-Verteidiger Andreas Beck (l.) vor BVB-Mittelfeldmann Raphael Guerreiro (r.) am Ball.
VfB-Verteidiger Andreas Beck (l.) vor BVB-Mittelfeldmann Raphael Guerreiro (r.) am Ball.

Offensiv war von den Schwaben in den ersten 20 Minuten allerdings wenig zu sehen.

Die Brustringträger lauerten auf Konter, doch die BVB-Pressingmaschine ließ schnelle Umschaltsituation der Gäste erst gar nicht zu.

Ausgenommen von der Situation in der 31. Minute, als es im BVB-Strafraum brandgefährlich wurde: Durch einen Zuckerpass des VfB-Winterneuzugangs Steven Zuber, stand plötzlich González völlig alleine vor BVB-Keeper Roman Bürki, doch der Argentinier setzte die Kugel kläglich am rechten Pfosten vorbei.

Das hätte die Sternstunde des 20-Jährigen werden können, der in dieser Saison bereits häufig als Chancentod auffiel.

Insgesamt hatte der BVB zwar mehr vom Spiel in der ersten Hälfte, doch die Stuttgarter schlugen sich wacker, weshalb sich die Schwaben das 0:0 zum Pausentee verdienten.

BVB-Rechtsverteidiger Marius Wolf (r.) und VfB-Mittelfeldmann Alexander Esswein (l.) im Zweikampf.
BVB-Rechtsverteidiger Marius Wolf (r.) und VfB-Mittelfeldmann Alexander Esswein (l.) im Zweikampf.  © DPA

Der Trend der ersten Hälfte setze sich auch in der Anfangsphase des zweiten Durchgangs fort: Der VfB machte dem BVB durch seine Kompaktheit so dermaßen das Leben schwer, dass die Borussen immer mehr die Lust am Offensiv-Spiel verloren.

Doch dann half Gonzalo Castro seinen ehemaligen Kollegen in Schwarz-Gelb, in dem er Dortmunds Flitzer Jadon Sancho im Strafraum fällte - Strafstoß!

Diesen verwandelte BVB-Star Marco Reus souverän ins linke obere Toreck zum 1:0 (62.).

In der 69. legte Alcácer dann beinahe nach, doch Zieler parierte den Lupfer des Spaniers in aller letztem Moment.

Besser machten es kurze Zeit später dann die Stuttgarter: Castro brachte einen Freistoß von halblinks gefährlich in den Strafraum, den VfB-Abwehr-Hüne Kempf per Kopf zum 1:1-Ausgleich wuchtete (71.).

Doch die Schwarz-Gelben hatten die passende Antwort parat: In der 84. Minute kam es zum Chaos-Gewurschtel im VfB-Strafraum, aus welchem heraus Alcácer unnachahmlich das 2:1 für die Borussen besorgte.

Denn Schlusspunkt setzte Pulisic mit dem 3:1 (92.) in einer Partie, in welcher der VfB Stuttgart Dortmund lange nervte, sich am Ende dennoch geschlagen geben musste.

Am nächsten Spieltag treffen die Brustringträger in der heimischen Arena auf die TSG Hoffenheim - dann gilt es wieder zu punkten im Abstiegskampf.

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