VfB Stuttgart vor Abstiegskrimi: Das geht im Kopf von Coach Weinzierl vor

Stuttgart - Ein Endspiel für den Fußball-Bundesligisten VfB Stuttgart? Zumindest richtungsweisend ist das Abstiegs-Duell am Samstag (15.30 Uhr) gegen den Tabellensiebzehnten 1. FC Nürnberg.

Daniel Didavi (l.) beim Pokal-Aus gegen Rostock in der ersten Runde.
Daniel Didavi (l.) beim Pokal-Aus gegen Rostock in der ersten Runde.  © DPA

Doch bereits vor der Partie umtreiben VfB-Trainer Markus Weinzierl große Sorgen.

Abgesehen von der bedrohlichen sportlichen Lage betrifft dies vor allem die Verletztenliste vor der wichtigen Partie gegen die Franken.

So verletzten sich VfB-Kapitän Christian Gentner und Achter Gonzalo Castro bei der Pleite vergangener Woche gegen Eintracht Frankfurt.

Gentner zog sich einen Faserriss in der rechten Wade zu, sodass er voraussichtlich zwei bis drei Wochen pausieren muss.

Und Castro fällt aufgrund eines Muskelbündelrisses satte drei bis vier Wochen aus und fehlt dem VfB somit in der richtungsweisenden Phase der Saison.

Während Gentner vermutlich sowieso von Santiago Ascacíbar verdrängt worden wäre, dürfte der Ausfall Castros Weinzierl besonders schmerzen.

VfB-Defensiv-Stabilisator Dennis Aogo.
VfB-Defensiv-Stabilisator Dennis Aogo.  © DPA

Castro war der Motor in der Stuttgarter Mittelfeldzentrale, der maßgeblich am Aufwärtstrend des VfB beteiligt war.

So denkt Weinzierl offen über eine Änderung seines Systems nach.

Eine Variante wäre, die in den letzten Partien erfolgreiche Fünferkette in eine Viererkette umzuwandeln, "um einen Offensivspieler mehr zu haben", so Weinzierl auf der Pressekonferenz am Donnerstag.

An dieser Stelle könnte Daniel Didavi eine Rolle spielen, der allerdings in dieser Saison aufgrund einer hartnäckigen Achillessehnen-Verletzung bisher kaum Spielpraxis sammelte. Doch er könne Kreativität ins Spiel bringen, so VfB-Coach Weinzierl.

Sollte der Niederbayer gegen Nürnberg auf eine Viererkette setzen, so müsste er allerdings einen der starken Innenverteidiger Marc-Oliver Kempf, Benjamin Pavard oder Ozan Kabak rausnehmen. Eine Möglichkeit wäre dann, Pavard statt in der Innenverteidigung im defensiven Mittelfeld aufzustellen. Somit würde der Weltmeister den verletzten Castro ersetzen.

Ansonsten könnte dies auch Dennis Aogo, der allerdings bei Weinzierl in den letzten Wochen kaum eine Rolle spielte.

In Frankfurt bekam der gebürtige Karlsruher zwar knappe 20 Minuten Einsatzzeit, doch Weinzierl verzichtete in den drei Partien zuvor komplett auf seinen Defensiv-Stabilisator. Immerhin mit seiner Erfahrung könnte der 32-Jährige dem VfB am Samstag weiterhelfen.

Erfahrung könnte den Schwaben im so wichtigen Abstiegskracher gegen die Nürnberger auf jeden Fall nicht Schaden.

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