VfB Stuttgart präsentiert sich defensiv stärker: Stimmt das überhaupt?

Stuttgart - Der VfB Stuttgart steckt aktuell mitten im Bundesliga-Abstiegskampf. Am Samstag geht es nun mit dem Duell gegen Mitkonkurrent FC Augsburg in die entscheidende Saisonphase.

Setzt seit dem 22. Spieltag auf eine Dreierkette: VfB-Trainer Markus Weinzierl.
Setzt seit dem 22. Spieltag auf eine Dreierkette: VfB-Trainer Markus Weinzierl.  © DPA

Diese muss der VfB irgendwie überleben, denn ein weiterer Abstieg innerhalb von drei Jahren wäre eine Katastrophe für den Club.

Ein entscheidender Faktor wird dabei die Defensive sein.

"Die Null muss stehen", wusste schon der aktuelle Schalke-Coach Huub Stevens, der mit dem VfB als Feuerwehrmann bereits zwei Mal den Klassenerhalt sicherte.

Doch beim VfB steht diese Null eben nicht. Mit 61 Gegentoren in 29 Partien ist nur Hannovers Abwehr (61 Gegentreffer) noch löchriger als die der Stuttgarter.

Dennoch wird rund um den VfB zuletzt immer wieder davon gesprochen, dass die defensive Leistung der Brustringträger stimme.

"Seit wir die Dreierkette spielen, sind wir stabiler", sagte VfB-Coach Markus Weinzierl am Mittwoch auf der Pressekonferenz.

Jubel nach Kabaks (l.) 3:0-Treffer gegen Hannover 96, an seiner Seite: Benjamin Pavard (r.).
Jubel nach Kabaks (l.) 3:0-Treffer gegen Hannover 96, an seiner Seite: Benjamin Pavard (r.).

Doch stimmt das überhaupt?

Seit dem 22. Spieltag gegen Leipzig setzt Weinzierl auf die Dreierkette um Weltmeister-Verteidiger Benjamin Pavard, Ozan Kabak und Marc-Oliver Kempf.

Und tatsächlich scheinen die Drei einen besseren Job zu machen als die Viererkette zuvor.

Dennoch kassierte der VfB seit der Umstellung immer noch satte 14 Gegentreffer in acht Partien, also rund 1,8 Tore pro Spiel.

Somit ist man immerhin besser als Schalke (15) und Augsburg (18) im selben Zeitraum, doch schlechter als die Nürnberger, die derzeit auf dem 17. Tabellenplatz stehen.

Um den direkten Abstieg zu vermeiden, müssen die derzeit auf dem Relegationsplatz weilenden Stuttgarter also die Nürnberger auf Distanz halten.

Die Franken stellen allerdings mit acht Gegentreffern in acht Partien die beste Abwehr der Ränge 17 bis 14.

Und auch offensiv machten die Clubberer zuletzt stark auf sich aufmerksam, die sich im Gegensatz zum VfB mutig und kombinationssicher präsentierten. Besonders Mittelfeldmann Matheus Pereira belebte die Offensive der Nürnberger.

Dinge, die man beim VfB in dieser Saison schmerzlich vermisst. Am Samstag (15.30 Uhr) in Augsburg wäre ein guter Zeitpunkt für die Stuttgarter, dies zu ändern. Immerhin ist der Gegner hinten ebenfalls anfällig.

Mehr zum Thema VfB Stuttgart:


WhatsApp Wir bei WhatsApp: 0160 - 24 24 24 0