VfB empfängt Dynamo Dresden: Kann die Walter-Truppe nach dem Pokal auch wieder Liga?

Stuttgart - Fußball-Zweitligist VfB Stuttgart will nach dem hart umkämpften 2:1-Erfolg in der Verlängerung gegen den Hamburger SV (TAG24 berichtete) am Sonntag gegen Dynamo Dresden (13.30 Uhr/Sky) auch endlich wieder in der Liga erfolgreich sein.

DFB-Pokal am vergangenen Montag (v.l.): Torwart Gregor Kobel, Hamadi Al Ghaddioui und Atakan Karazor freuen sich über ihren Sieg gegen den HSV.
DFB-Pokal am vergangenen Montag (v.l.): Torwart Gregor Kobel, Hamadi Al Ghaddioui und Atakan Karazor freuen sich über ihren Sieg gegen den HSV.  © Christian Charisius/dpa

Denn zuletzt setzte es in der 2. Fußball-Bundesliga drei Niederlagen in Folge - zwei davon sogar in der heimischen Mercedes-Benz-Arena.

Auf das 1:2 gegen Schlusslicht SV Wehen Wiesbaden, folgte ein 0:1 gegen Holstein Kiel und als Deckel obendrauf dann noch vor einer Woche das miserable 2:6 im Spitzenspiel gegen den Tabellenführer Hamburger SV.

Doch nachdem sich die Schwaben mit einem harten Fight im DFB-Pokal zum einen direkt für die Niederlage gegen den HSV revanchieren konnten und zum anderen ins Achtelfinale einzogen, sollte das Selbstvertrauen wieder ein Stück weit zurückgekehrt sein.

Dies gilt es jetzt auch in Zählbares gegen Dynamo Dresden umzumünzen. Entscheidend ist dabei mitunter die richtige Einstellung. "Ob du es zu leicht nimmst oder nicht zu leicht nimmst, da steck' ich in den Köpfen nicht so tief drin. Wir wollen gewinnen, ich hoffe, dass das meine Mannschaft genauso sieht wie ich", sagte VfB-Cheftrainer Tim Walter.

Dynamo Dresden nach knappem DFB-Pokal-Aus gegen Hertha BSC nicht zu unterschätzen

DFB-Pokal gegen Hamburg: Stuttgarts Gonzalo Castro (links) und HSV-Mann Bakery Jatta im Zweikampf.
DFB-Pokal gegen Hamburg: Stuttgarts Gonzalo Castro (links) und HSV-Mann Bakery Jatta im Zweikampf.  © Christian Charisius/dpa

Blickt man auf die Tabelle, sind die Brustringträger der ganz klare Favorit.

Stuttgart liegt mit 20 Punkten auf dem dritten Tabellenplatz (vier Punkte hinter dem Tabellenführer HSV), Dynamo hingegen befindet sich mit 9 Zählern auf dem Konto auf dem 17. und somit vorletzten Platz nach einem Drittel der Saison im Abstiegskampf.

Der VfB darf den Gast aus Sachsen jedoch keinesfalls unterschätzen.

Dresden zeigte nämlich beim knappen Ausscheiden nach Elfmeterschießen im DFB-Pokal gegen den Erstligisten Hertha BSC, wozu die Mannschaft fähig sein kann.

Neben einer größeren Effizienz vor dem gegnerischen Tor wird es für den VfB Stuttgart vor allem darauf ankommen, die Balance zwischen dem eigenen Offensivspiel und der nötigen Absicherung in der Defensive besser zu finden, als das in den vorangegangenen Partien der Fall war.

Holger Badstuber wird nach seinem "Muschi"-Gate noch gesperrt in der Innenverteidigung fehlen, ihn wird vermutlich entweder der bisherige Pechvogel Maxime Awoudja oder Nathaniel Phillips ersetzen.

Außerdem ist Linksverteidiger Borna Sosa nach seiner Gehirnerschütterung immer noch nicht einsatzbereit - auf der Position dürfte Trainer Tim Walter voraussichtlich wieder Gonzalo Castro einplanen, der diese Aufgabe im DFB-Pokal gut gelöst hat.

"Wenn er weiß, er wird so gebraucht, kann er seine Qualitäten da optimal einsetzen. Dann kann man, glaube ich, gut mit ihm umgehen und dann versteht er die Geschichte auch", sagte Walter über Castro - und schob vor der Partie ein großes Lob hinterher: "Er verkörpert eigentlich alle technischen und körperlichen Fähigkeiten."

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