Matarazzo braucht noch Zeit, um den VfB-Profis den Walter-Ball abzugewöhnen

Stuttgart - Noch Luft nach oben! Trotz des 3:1-Siegs im Test gegen Dynamo Dresden läuft beim Fußball-Zweitligisten VfB Stuttgart noch lange nicht alles reibungslos.

VfB-Kapitän Marc Oliver Kempf beim Einwurf im Test gegen Dynamo Dresden.
VfB-Kapitän Marc Oliver Kempf beim Einwurf im Test gegen Dynamo Dresden.  © TAG24

"Es hat mich ein bisschen genervt", ärgerte sich VfB-Coach Pellegrino Matarazzo besonders über eine Kontergelegenheit, die seine Elf am Ende der ersten Hälfte zuließ. Die linke Abwehrseite der Stuttgarter war komplett verweist, nur das Unvermögen der Sachsen rettete den VfB in dieser Situation vor dem 0:2-Rückstand.

Dennoch zeigte Matarazzo Verständnis für seine Schützlinge: "Die Spieler dürfen Fehler machen. Die Automatismen kommen mit der Zeit", so der Amerikaner, der außerdem um Geduld bat: Es dauere noch, bis seine Schützlinge nach "Instinkt" auf dem Rasen agieren.

Kein Wunder, schließlich hat der 42-Jährige erst Ende Dezember das Amt von Tim Walter übernommen und die Umstellung macht dem einen oder anderen Profi noch zu schaffen.

"Es sind bei mehreren Spielern noch die alten Automatismen drin, besonders im Aufbauspiel", verriet Matarazzo.

Atakan Karazor begeistert beim VfB Stuttgart als Innenverteidiger

Rechts am Ball: Atakan Karazor vom VfB Stuttgart.
Rechts am Ball: Atakan Karazor vom VfB Stuttgart.  © TAG24

So ist es unter dem neuen Coach üblich, dass die Abwehrreihe zwischen Dreier- (Offensive) und Viererkette (Defensive) wechselt, was in der anfangs angesprochenen Kontersituation überhaupt nicht klappte.

Vor allem Marc Oliver Kempf, der auf der für ihn ungewohnten linken Abwehrseite ran musste, tat sich über weite Strecken schwer.

Kritisieren wollte Matarazzo seinen Kapitän trotzdem nicht: "Er hat seinen Job in Ordnung gemacht", sagte er mit einer kleinen Einschränkung: "Luft nach oben, gibt es immer."

Besser zurecht kam dagegen Atakan Karazor. Unter Ex-Coach Walter spielte der 23-Jährige ausschließlich auf der Sechserposition, bei Matarazzo lief er gegen Dynamo Dresden als Innenverteidiger auf.

Diese Aufgabe meisterte der gebürtige Essener, der besonders durch seine souveräne Körpersprache auffiel, mit Bravour. "Ata hat es gut gemacht", lobte ihn auch Sven Mislintat.

Der Stuttgarter Sportdirektor sah im Test gegen die Sachsen einen guten "Abschluss der Vorbereitung", ehe es am kommenden Mittwoch ernst wird. Dann trifft der VfB um 18.30 Uhr im Heimspiel auf den Tabellenvierten 1. FC Heidenheim.

Konzentriert steht der VfB-Coach auf dem Trainingsplatz: Pellegrino Matarazzo.
Konzentriert steht der VfB-Coach auf dem Trainingsplatz: Pellegrino Matarazzo.

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