Eiskalte Dusche gegen blitzschnelle Frankfurter: Kämpferischer VfB verliert

Frankfurt/Stuttgart - Eiskalte Dusche für die Schwaben! Am 27. Spieltag der Fußball-Bundesliga verliert der VfB Stuttgart in der Commerzbank-Arena gegen Eintracht Frankfurt mit 0:3 (0:1).

Setzte VfB-Star Mario Gomez auf die Bank: VfB-Coach Weinzierl.
Setzte VfB-Star Mario Gomez auf die Bank: VfB-Coach Weinzierl.  © DPA

Filip Kostic erzielte den 1:0-Führungstreffer (45.) für die Eintracht, ehe der Serbe in der 64. Minute auch das 2:0 besorgte. Frankfurts Toptorjäger Luka Jovic machte mit seinem Treffer zum 3:0 (84.) schließlich den Deckel drauf.

Im Gegensatz zum Unentschieden gegen Hoffenheim, beorderte VfB-Trainer Markus Weinzierl zwei Neue in die Startelf: VfB-Kapitän Christian Gentner ersetzte den gelbgesperrten Santiago Ascacíbar und Nicolás González begann für Stürmerstar Mario Gomez.

Weinzierls Kollege, Eintracht-Frankfurt-Coach Adi Hütter, rotierte sogar auf drei Positionen. Für Almamy Touré startete Evan Ndicka, statt Miljat Gacinovic begann der Kroate Ante Rebic und 14-Tore-Mann Sebastien Haller rückte für Goncalo Paciencia in die Startformation.

Und die Partie begann mit einem forschen Auftritt der Frankfurter, vor deren Offensive die Stuttgarter schon im Vorfeld großen Respekt hatten.

So war es Eintracht-Toptorjäger Jovic, der nach Ballgewinn super schnell in Szene gesetzt wurde und die Kugel nur knapp am VfB-Gehäuse vorbei setzte (3.). Durch solch schnelles Direktpass-Spiel in die Tiefe, stellte die Eintracht den VfB immer wieder vor Probleme, welche die VfB-Defensive jedoch meistens souverän löste.

VfB-Keeper Ron-Robert Zieler parierte gegen Frankfurts Filip Kostic.
VfB-Keeper Ron-Robert Zieler parierte gegen Frankfurts Filip Kostic.

Stuttgarts Offensive blieb dagegen in den ersten zwanzig Minuten harmlos. Einzig ein Kopfball von Marc-Oliver Kempf trieb den Frankfurtern kurzzeitig Schweißperlen auf die Stirn, doch das Kunstleder landete an der Latte (7.).

Infolge überließ die Eintracht den Stuttgartern immer mehr den Ball, weshalb der VfB nun mehr zu Torraum-Szenen kam, die jedoch nichts Zählbares einbrachten.

Die SGE konzentrierte sich von nun an auf ihr Konterspiel, wodurch die Gastgeber immer wieder brandgefährlich im Stuttgarter Strafraum auftauchten.

So auch in der 26. Minute, als Jovic wieder in den Schwaben-Strafraum eindrang, doch der herausstürzende VfB-Keeper Ron-Robert Zieler im letzten Moment das Gegentor verhinderte (26.).

Eine starke Szene des Stuttgarter Torwarts, der den Nachschuss von Sebastian Rode ebenfalls noch abwehrte.

Zum Ende der ersten Hälfte plätscherte die Partie etwas vor sich hin, bis die berüchtigte Eintracht-Offensive dann doch noch zuschlug. Nach einem abgefälschten Fernschuss von Jovic landete das Spielgerät bei Kostic, der die Kugel unhaltbar für Zieler im Winkel zum 1:0 versenkte (45.)

Somit ging die Eintracht kurz vor dem Pausentee doch noch in Führung, weil die bisher konzentrierte Schwaben-Defensive in der letzten Situation pennte.

VfB-Rechtsverteidiger Andreas Beck (l.) und Eintracht-Toptorjäger Luka Jovic im Kampf um den Ball.
VfB-Rechtsverteidiger Andreas Beck (l.) und Eintracht-Toptorjäger Luka Jovic im Kampf um den Ball.

Die erste Szene nach Wiederanpfiff gehörte wieder den Frankfurtern, die nach einer Stuttgarter Ecke blitzschnell umschalteten. Kostic stürmte fast alleine auf VfB-Torwart Zieler zu, doch der Serbe setzte die Kugel dieses Mal kläglich am VfB-Gehäuse vorbei (51.).

Auf der anderen Seite war es kurze Zeit später VfB-Kämpfernatur Alexander Esswein, der ähnlich wie Kostic zuvor, mit viel Tempo aufs Eintracht-Gehäuse zulief, doch Frankfurts Keeper Kevin Trapp wehrte dessen harmlosen Abschluss lässig zur Ecke ab.

Dann schlug Frankfurts Kontermaschine wieder eiskalt zu: Nach einem abgefangenen VfB-Freistoß, schaltete die SGE wie gewohnt blitzschnell um und so war es Kostic, der nach starker Vorarbeit von Ante Rebic das Kunstleder durch die Beine von VfB-Keeper Zieler zum 2:0 verwandelte (64.).

Danach war die Luft raus für die Schwaben. Im Spiel nach vorne fehlte die Entschlossenheit, sodass sich der Eindruck zunehmend verfestigte, der VfB habe sich mit der Niederlage abgefunden.

So war es Jovic, der die Schwaben dafür bestrafte und nach starker Vorarbeit von Danny da Costa den 3:0-Endstand ( 84.) erzielte.

Für die Schwaben geht es am nächsten Spieltag nun richtig zur Sache: Der Tabellensiebzehnte aus Nürnberg ist in der Mercedes-Benz Arena zu Gast.

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