Bitter! Tapferer VFB Stuttgart unterliegt eiskalten Bayern

München/Stuttgart - Bittere Pleite für die Schwaben! Am 19. Spieltag der Fußball-Bundesliga verlor der VfB Stuttgart gegen den FC Bayern München mit 1:4 (1:1).

Bayerns Hummels schaut nur noch hinter her: Donis zieht ab zum 1:1-Ausgleich.
Bayerns Hummels schaut nur noch hinter her: Donis zieht ab zum 1:1-Ausgleich.

Das 1:0 für den Rekordmeister erzielte Thiago (5.), bevor Anastasios Donis den 1:1-Ausgleich für die Schwaben besorgte (27.). Gentners Eigentor brachte den Bayern die 2:1-Führung (55.), ehe Leon Goretzka das 3:1 für die Heimmannschaft köpfte (71.). Zum 4:1 traf Robert Lewandowski (85.).

Während Bayern-Coach Nico Kovac auf die gleiche Elf wie beim Sieg gegen die TSG Hoffenheim setzte, rotierte VfB-Coach Markus Weinzierl gleich auf fünf Positionen. Besonders brisant: Stürmer-Star Mario Gomez musste zunächst auf der Bank Platz nehmen. Ansonsten verzichtete Weinzierl im Vergleich zur Pleite gegen Mainz auf den bisher schwachen Gonzalo Castro, Timo Baumgartl, Borna Sosa und Dennis Aogo. Stattdessen begann der VfB mit Nicolás González, Andreas Beck, Neuzugang Ozan Kabak, Emiliano Insua und Flügelflitzer Anastasios Donis.

Dann begann die Partie mit einem Horror-Start für die Brustringträger: Die Partie war erst fünf Minuten alt, da herrschte bereits das obligatorische Chaos. Ein simpler Lupfer von Joshua Kimmich genügte, um die VfB-Abwehr durcheinander zu wirbeln. Lewandowski legte auf Thiago ab, der den Ball kompromisslos im VfB-Gehäuse zur 1:0-Führung unterbrachte (5.).

Jubel beim VfB: Ozan Kabak (r.) und Nicolás González (m.) feiern mit Anastasios Donis (l.), der den 1:1-Ausgleich erzielte.
Jubel beim VfB: Ozan Kabak (r.) und Nicolás González (m.) feiern mit Anastasios Donis (l.), der den 1:1-Ausgleich erzielte.  © DPA

Der Rekordmeister ließ dem VfB von Beginn an keine Luft zum Atmen. In der achten Minute zischte ein strammer Schuss von Kimmich nur knapp rechts am VfB-Tor vorbei.

Leichtfüßige Bayern deckten in den Anfangsminuten den katastrophalen Zustand der VfB-Defensive auf, in der es absolut an Abstimmung fehlte.

Allerdings fingen sich die Schwaben in Folge etwas, was auch daran lag, dass sich die Bayern etwas zurückzogen.

Und dafür bestrafte der VfB den Rekordmeister ungewohnt gnadenlos: Donis fasste sich aus der Distanz ein Herz und feuerte aus zirka 20 Metern eine Rakete ab, die im Netz der Bayern einschlug - ein Traumtor, das die Schwaben hoffen ließ (27.).

Und der Treffer zeigte Wirkung: Der VfB spielte mutig mit und es war wieder Donis, der nach einem Konter beinahe die Führung für die Schwaben besorgte.

Die Stuttgarter waren generell durch Konter brandgefährlich in der ersten Hälfte, während die Bayern ab der 20. Minute den Faden verloren.

Hart umkämpft: Bayerns David Alaba versucht Alexander Esswein den Ball abzuluchsen.
Hart umkämpft: Bayerns David Alaba versucht Alexander Esswein den Ball abzuluchsen.

Zu Beginn der zweiten Hälfte tat sich der Rekordmeister schwer den Schalter wieder umzulegen, während der VfB bemüht war, kein Tempo ins Spiel kommen zu lassen.

Doch in der 55. Minute schlugen die Bayern dann trotzdem zu: Dieses Mal war es Serge Gnabry, der das Durcheinander der VfB-Defensive ausnutzte und aus kurzer Distanz abzog. Gentner wollte den Schuss noch verteidigen, doch lenkte die Kugel unglücklich ins eigene Tor zum 2:1 für die Heimmannschaft.

Unglücklich für die Bayern war die anschließende Elfmeter-Situation in der 65. Minute: Lewandowski wurde gefoult und vermasselte höchst persönlich die Chance zur Entscheidung, indem er den Elfer an den Pfosten setzte.

Doch diese holte Leon Goretzka kurze Zeit später nach, als er nach einer Ecke das 3:1 per Kopf besorgte (71.).

Zum Schluss wurde es noch richtig bitter für die Schwaben. Nach seinem verschossenen Elfmeter traf Lewandowski dann nämlich doch noch: Mit dem 4:1 (85.) setzte er den Schlusspunkt der Partie.

Für die Stuttgarter gilt es nun die kommenden Aufgaben in Angriff zu nehmen: Am nächsten Sonntag kommt es zum Showdown im Abstiegskampf gegen den SC Freiburg.

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