VfB zu Gast bei Bayern München: Charaktertest und Untergehen verboten

Stuttgart - Vor der scheinbar aussichtslosen Aufgabe gegen den FC Bayern München, hängt dem Fußball-Bundesligisten VfB Stuttgart noch die Heimpleite gegen Mainz 05 nach.

VfB-Keeper Ron-Robert Zieler kassiert den 0:1-Gegentreffer gegen Mainz 05.
VfB-Keeper Ron-Robert Zieler kassiert den 0:1-Gegentreffer gegen Mainz 05.

Man müsse den "Rückschlag verdauen", erklärte VfB-Coach Markus Weinzierl im Vorfeld der Partie auf der Pressekonferenz.

Er wirkte verzweifelt: "Es darf eigentlich nicht sein, dass wir zuhause gegen Mainz 0:3 nach 70 Minuten zurückliegen", ließ Weinzierl die Niederlage Revue passieren, welche die Fans zwischenzeitlich auf die Barrikaden brachte.

Infolge des dritten Gegentreffers waren aus der Cannstatter Kurve "Dietrich raus!"-Rufe zu hören.

Das Frust-Fass der VfB-Fans schien in dieser Situation kurz vorm überlaufen.

Nur durch starke Schlussminuten der Mannschaft in denen sie die Treffer zum 2:3-Anschluss erzielten, ließen sich die Anhänger nochmal beruhigen.

Doch vor allem das Verhältnis zu Sportvorstand Michael Reschke und Präsidenten Wolfgang Dietrich ist stark belastet.

Und ausgerechnet jetzt müssen die Schwaben nach München zum Rekordmeister.

Als Bonusspiel traute es sich dieses Mal keiner zu bezeichnen, aber klar weiß Coach Weinzierl: "Bayern ist der Favorit."

Nach der 2:3-Pleite gegen Mainz 05: Enttäuschung pur bei den VfB-Schützlingen.
Nach der 2:3-Pleite gegen Mainz 05: Enttäuschung pur bei den VfB-Schützlingen.

Untergehen ist trotzdem verboten: "Es geht um einen Charaktertest", stellte Weinzierl weiter klar.

Doch nicht nur. Auch um Punkte: Ein Unentschieden wäre nach Meinung des VfB-Trainers ein Erfolg.

Dafür muss der VfB unbedingt eine kompakte Defensive zeigen, was ihnen gegen Mainz erneut nicht gelang.

Ansonsten spricht Weinzierl gerne von Mut zur Offensive. Doch diesen sollten sich die Brustringträger am Sonntag (15.30 Uhr) gegen die Bayern lieber sparen.

Die Gefahr in der Allianz-Arena unterzugehen ist einfach zu groß.

Auch wenn der VfB gegen die Bayern nicht mit Punkten rechnen kann, wäre eine weitere Klatsche Gift - vor allem für die Psyche der Mannschaft.

Doch entscheidend für den Abstiegskampf sind andere Partien.

Denn nach der Begegnung in München steht das Heimspiel gegen den SC Freiburg an und anschließen geht es nach Düsseldorf.

Gegen diese direkten Konkurrenten müssen die Schwaben dann endlich siegen - Ausreden gibt es schon lange nicht mehr.

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