"Nach hinten drängen" VfB-Trainer Walter erwartet kein selbstbewusstes Aue

Stuttgart - Nächste Reifeprüfung für den VfB Stuttgart! Am Freitag muss sich der Fußball-Zweitligist beim FC Erzgebirge Aue beweisen.

Holger Badstuber bejubelt seinen 2:0-Treffer gegen Heidenheim am 2. Spieltag. Am Ende hieß es 2:2.
Holger Badstuber bejubelt seinen 2:0-Treffer gegen Heidenheim am 2. Spieltag. Am Ende hieß es 2:2.  © dpa/Daniel Karmann

Und die Sachsen, die aktuell auf dem fünften Tabellenplatz rangieren, sind keine Laufkundschaft: Mit zwei Siegen und einer Niederlage (1:3 gegen Arminia Bielefeld) haben sie nur ein mageres Pünktchen weniger auf dem Konto als die Stuttgarter.

VfB-Trainer Tim Walter rechnet dennoch nicht mit einer Truppe, die voller Selbstbewusstsein strotzt und munter nach vorne spielen wird.

Allerdings nicht, weil Aue aufgrund der rätselhaften Trainerbeurlaubung (TAG24 berichtete) verunsichert sein könnte, sondern aus Überzeugung in die eigene Stärke: "Ich glaube, dass die Art und Weise wie wir agieren, einfach jeder Mannschaft Probleme bereitet, weil sie nach hinten gedrängt wird", gab sich Walter gewohnt selbstsicher auf der Pressekonferenz.

Und er stellt eines klar: Sein Fokus liegt komplett auf seiner eigenen Mannschaft und der besonderen Art und Weise, wie er gerne Fußballspielen lässt.

VfB-Trainer Tim Walter sitzt auf der Trainerbank.
VfB-Trainer Tim Walter sitzt auf der Trainerbank.  © dpa/Daniel Maurer

Da ist es ihm egal, welcher Trainer bei den Sachsen an der Seitenlinie steht.

Walter ist wichtiger, dass die Mannschaft seinen extrem offensiven Ballbesitz-Kick mit vielen Positionswechseln umsetzt.

Dabei sieht er noch Luft nach oben, was aber zum frühen Saison-Zeitpunkt völlig normal sei, wie er erklärte.

"Im Training läuft es besser, als im Spiel. Aber auch das ist klar, weil der Druck hinzukommt", führt Walter weiter aus.

Neben dem Torwart Gregor Kobel, spielen vor allem die Verteidiger im System Walter eine besondere Rolle, die bisher hauptsächlich von Holger Badstuber und Marc Oliver Kempf ausgefüllt wurde.

Sie agieren offensiver als gewohnt und rücken immer wieder auf die Sechserposition vor.

Dabei fehlt dem VfB-Coach Walter noch manchmal das richtige Timing, aber grundsätzlich sei er mit allen Innenverteidigern zufrieden, auch mit denen, die noch nicht so viel Einsatzzeit bekamen, betonte der Trainer mit Nachdruck.

Generell muss die Mannschaft aber noch mehr Automatismen hineinbekommen, "aber wenn du jahrelang anders gespielt hast, geht das eben nicht von heute auf morgen", erklärte Walter.

Am Freitag in Aue bekommen die Schützlinge von Tim Walter die nächste Chance, im Lernprozess den nächsten Schritt zu machen.

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