Nach Sosa-Blackout! VfB Stuttgart nur Remis gegen Erzgebirge Aue

Aue - Ideenlose Schwaben! Am vierten Spieltag der 2. Fußball-Bundesliga muss sich der VfB Stuttgart mit einem 0:0-Unentschieden beim FC Erzgebirge Aue zufriedengeben.

 Aues Pascal Testroet legt sein Trikot auf die Ersatzbank.
Aues Pascal Testroet legt sein Trikot auf die Ersatzbank.  © DPA/ Robert Michael

Beim torlosen Zweitliga-Kick sorgte Stuttgarts Borna Sosa für den größten Aufreger, als er in der 66. Minute die Gelb-Rote Karte sah.

VfB-Coach Tim Walter schmiss im Vergleich zum knappen 2:1-Heimsieg gegen den St. Pauli die Rotationsmaschine an und veränderte seine Anfangself gleich auf vier Positionen.

So ersetzte Liverpool-Leihspieler Nathaniel Phillips den verletzten Kapitän Marc Oliver Kempf und Philipp Klement startete für Santiago Ascacibar. Im Sturm setzte Walter von Beginn an auf Mateo Klimowicz und St.-Pauli-Matchwinner Nicolas Gonzalez, statt auf den verletzten Mario Gomez und Sturmkante Hamadi Al Ghaddioui.

Walters Kollege, Aues Interimstrainer Marc Hensel, nahm bei seinem Debüt ebenfalls vier Änderungen vor: Fabian Kalig, Sören Gonther, Clemens Fandrich und Philipp Zulechner starteten für Dominik Wydra, Filip Kusic, Pascal Testroet und Florian Krüger.

VfB Stuttgart machte das Spiel, doch biss sich an starken Auern die Zähne aus

Stuttgarts Nicolas Gonzalez fliegt durch die Luft.
Stuttgarts Nicolas Gonzalez fliegt durch die Luft.  © DPA/ Robert Michael

Vor 13.950 Zuschauern im Erzgebirgsstadion erwischte die Heimmannschaft den besseren Start.

Zwar kontrollierte der VfB mit hohen Ballbesitzanteilen die Partie (81 Prozent), doch die Auer hatten zunächst die gefährlicheren Möglichkeiten. Diese blieben allerdings ungenutzt.

Für die Stuttgarter war es das altbekannte Lied: Man schob mit Bedacht die Kugel hin und her, wobei es den Schwaben nicht gelang, den Gegner mit Tempo unter Druck zu setzen.

So dauerte es ganze 20 Minuten, bis der VfB die erste Chance hatte. Nach einer Flanke aus dem Halbfeld, erreichte die Kugel Startelf-Debütant Klimowicz, der umgehend abzog, doch Aues Keeper Martin Männel parierte souverän.

Dann wurden die Schwaben stärker und kreierten auch die größte Chance der ersten Halbzeit: Gonzalez setzte sich auf der linken Seite stark durch und flankte auf Klement, der den Ball nur knapp am Auer Tor vorbeiköpfte (44.). Anschließend ging es nach einem eher müden Zweitliga-Kick zum Pausentee in die Kabine.

VfB-Stuttgarts Borna Sosa flog mit Gelb-Rot vom Platz

Aues Philipp Riese (r) und Stuttgarts Nathaniel Phillips in Aktion.
Aues Philipp Riese (r) und Stuttgarts Nathaniel Phillips in Aktion.

Nach gewissen Startschwierigkeiten in der zweiten Hälfte, entwickelte sich die Partie zu einem richtig flottem Kick.

Auslöser war nicht zuletzt der vermeidbare Platzverweis von VfB-Linksverteidiger Sosa: nachdem er bereits in der 8. Minute Gelb sah, kassierte er in der 66. nach einer Schwalbe die Ampelkarte.

In Überzahl wurden die Sachsen mutiger, agierten in der gefährlichen Zone allerdings oft zu zahm. So war es beispielsweise Jan Hochscheidt, der VfB-Sechser Atakan Karazor links liegen ließ, doch dessen Hereingabe ging an Freund und Feind vorbei (75.).

Der eingewechselte VfB-Stürmer Silas Wamangituka prüfte nochmal Aues Keeper Männel mit einem strammen Schuss (87.), doch insgesamt kam vom Favoriten aus Stuttgart einfach zu wenig.

Nicht nur in der Schlussviertelstunde wirkten die Schwaben häufig ideenlos, weshalb sie sich schlussendlich mit dem 0:0 zufriedengeben mussten.

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