VfB verspielt perfekten Start und muss sich mit Heidenheim Punkte teilen

Heidenheim - Was ein Match! Am 2. Spieltag der 2. Fußball-Bundesliga trennen sich der VfB Stuttgart und der 1. FC Heidenheim 2:2 (0:0)-Unentschieden.

Der Heidenheimer Trainer Frank Schmidt (M) unterhält sich mit dem Stuttgarter Trainer Tim Walter (l) und dem Schiedsrichter Benjamin Cortus vor Spielbeginn.
Der Heidenheimer Trainer Frank Schmidt (M) unterhält sich mit dem Stuttgarter Trainer Tim Walter (l) und dem Schiedsrichter Benjamin Cortus vor Spielbeginn.

Vor 15.000 Zuschauer erzielte Hamadi Al Ghaddioui in der Voith-Arena das 1:0 für den VfB (52.), ehe Holger Badstuber das Ergebnis auf 2:0 stellte (57.). Anschließend traf Robert Leipertz für Heidenheim zum 2:1 (78.), ehe Niklas Dorsch noch den 2:2-Ausgleich für die Jungs von der Ostalb besorgte.

Im Vergleich zum Auftaktsieg gegen Hannover 96 veränderte VfB-Trainer Tim Walter seine Startelf auf zwei Positionen. Badstuber ersetzte den verletzten Marcin Kaminski (Kreuzbandriss), Orel Mangala begann für den angeschlagenen Mario Gomez.

Heidenheims Kulttrainer Frank Schmidt tauschte dagegen dreimal aus: Kevin Müller kehrte für Vitus Eichner zurück ins Tor, Kolja Pusch und Robert Leipertz starteten für Merveille Biankadi und Patrick Schmidt.

Von Beginn an kontrollierte der VfB Stuttgarter das Geschehen. Ganz im Sinne des Walter´schen Ballbesitzfußballs ließen sie Ball und Gegner laufen.

Dennoch blieben die Stuttgarter in der Anfangsviertelstunde bis auf einen ungefährlichen Distanzschuss von Pascal Stenzel (4.) harmlos.

VfB Stuttgart mit Druck, dann kam die Heidenheimer Antwort

 Der Heidenheimer Norman Theuerkauf (r) kämpft mit dem Stuttgarter Orel Mangala um den Ball.
Der Heidenheimer Norman Theuerkauf (r) kämpft mit dem Stuttgarter Orel Mangala um den Ball.  © dpa/Daniel Karmann

Es dauerte 20 Minuten, bis der VfB etwas mehr Druck auf den Kessel bekam: Mangala feuerte die Kugel aus der Distanz noch weit übers Tor (21.), ehe Gonzalo Castros Abschlüsse (beide 25.) bereits knapper ihr Ziel verfehlten.

In der 27. Minute wurde es dann zum ersten Mal brandgefährlich! Wieder waren es die Stuttgarter: Der auffällige Daniel Didavi setzte sich auf der linken Seite durch und flankte die Kugel flach in den Strafraum. In der Mitte warteten Mangala und Al Ghaddioui, die am Ball vorbeirutschten.

Anschließend verlor der VfB den Faden, während die Heidenheimer aus ihrem Tiefschlaf erwachten und ein kleines Feuerwerk im Stuttgarter Strafraum veranstalteten.

So lief plötzlich Dorsch alleine auf VfB-Keeper Gregor Kobel zu, doch scheiterte kläglich am Stuttgarter Schlussmann, der einfach stehen blieb.

In der 40. Minute war es dann FCH-Stürmer Leipertz, der den Ball nach einer feinen Doppelpasskombination links am Stuttgarter Kasten vorbei setzte. Anschließend ging es mit 0:0 in die Pause.

Hamadi Al Ghaddioui und Holger Badstuber treffen für den VfB Stuttgart

Die Heidenheimer Sebastian Griesbeck (l) und Niklas Dorsch (r) kämpfen mit dem Stuttgarter Gonzalo Castro um den Ball.
Die Heidenheimer Sebastian Griesbeck (l) und Niklas Dorsch (r) kämpfen mit dem Stuttgarter Gonzalo Castro um den Ball.  © dpa/Daniel Karmann

Zu Beginn der zweiten Hälfte machte der VfB dann ernst.

Zunächst setzte sich mal wieder Didavi durch, der die Kugel in die Mitte beförderte, doch Santiago Ascacibar spitzelte das Spielgerät rechts am FCH-Kasten vorbei.

Dann der Stuttgarter Dosenöffner! Didavi brachte die Ecke von rechts, Stürmer Al Ghaddioui stieg am höchsten und köpfte die Kugel zum 1:0 für den VfB in die Maschen (52.).

Und es dauerte nicht lange, bis die Schützlinge von Tim Walter nachlegten. Stenzel flankte den Ball von rechts in den Heidenheimer Strafraum, Al Ghaddioui legte die Kugel per Kopf ab und ausgerechnet Badstuber drosch das Leder ins Netz zum 2:0 für den VfB (57).

Somit schien der FCH zunächst geknackt. Die Schützlinge von Frank Schmidt taten sich gegen den favorisierten VfB schwer.

Doch sie kamen zurück. So wurschtelte sich die Heidenheimer Offensiv-Abteilung in den VfB-Strafraum, als sich Leipertz ein Herz fasste und mit seinem Schuss die Kugel vorbei an Torwart Kobel zum 1:2-Anschlusstreffer versenkte (78.).

Die Heidenheimer waren nun außer Rand und Band und stellten das komplette Spielgeschehen auf den Kopf. FCH-Kicker Dorsch zog einfach mal aus 29 Metern ab und die Kugel rutschte abgefälscht vorbei an VfB-Keeper Kobel zum 2:2 Ausgleich für den 1. FC Heidenheim.

Die Stuttgarter konnten anschließend den Hebel nicht mehr umlegen, weshalb sie sich schlussendlich mit dem 2:2 (0:0)-Unentschieden an der Ostalb zufrieden geben mussten.

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