Weinzierl vor dem Aus? VfB kassiert brutale Niederlage in Düsseldorf

Düsseldorf/Stuttgart - Brutale VfB-Pleite im Abstiegskracher! Am 21. Spieltag der Fußball-Bundesliga verlor der VfB Stuttgart bei Fortuna Düsseldorf mit 0:3 (0:1).

1:0 für die Fortuna: Der gebürtige Stuttgarter Kenan Karaman überwindet VfB-Keeper Ron-Robert Zieler.
1:0 für die Fortuna: Der gebürtige Stuttgarter Kenan Karaman überwindet VfB-Keeper Ron-Robert Zieler.

Kenan Karaman besorgte die 1:0-Führung für Fortuna Düsseldorf (34.), bevor Oliver Fink das 2:0 für die Rheinländer erzielte (49.) Den 3:0-Endstand für die Düsseldorfer schoss Benito Raman heraus (85.). Kurz vor Schluss flog noch Nicolás González mit Rot vom Platz (93.).

VfB-Coach Markus Weinzierl vertraute fast auf dieselbe Startelf wie beim Unentschieden im Derby gegen Freiburg (TAG24 berichtete): Nur der verletzungsanfällige Offensiv-Mann Daniel Didavi kam für Anastasios Donis.

Sein Düsseldorfer Kollege, Altmeister Friedhelm Funkel, schmiss dagegen die Rotations-Maschine an: Im Vergleich zum Pokal-Aus auf Schalke durften nur der Ex-Stuttgarter Matthias Zimmermann, Kaan Ayhan und Kevin Stöger erneut von Anfang an ran.

Den besseren Start in die Partie erwischten die Düsseldorfer, die den VfB mit konsequentem Pressing unter Druck setzten.

Dadurch rissen sich die Rheinländer mit großem Einsatz das Spiel an sich, während es den Stuttgartern schwer fiel, Eigeninitiative zu zeigen.

Düsseldorfs Kaan Ayhan und VfB-Verteidiger Emiliano Insua kämpfen um den Ball. Im Hintergrund: Fortunas Adam Bodzek links, und Stuttgarts Daniel Didavi.
Düsseldorfs Kaan Ayhan und VfB-Verteidiger Emiliano Insua kämpfen um den Ball. Im Hintergrund: Fortunas Adam Bodzek links, und Stuttgarts Daniel Didavi.  © DPA

Doch trotz kämpferisch überlegenen Fortunen, kamen auch die Rheinländer nicht gefährlich vors Tor. Erst in der 20. Minute gelang dem Düsseldorfer Zimmermann der erste Torschuss, doch VfB-Keeper Ron-Robert Zieler parierte. Von einer VfB-Offensive war zunächst nichts zu sehen.

Dann wurde es in der 24. Minute im Strafraum der Schwaben so richtig gefährlich, doch Fortuna-Stürmer Dodi Lukebakio setzte den Ball aus kurzer Distanz vorbei am VfB-Gehäuse.

Kurz drauf kam dann auch der VfB zu seiner ersten Chance. Der bisher blasse Didavi steckte den Ball auf den Argentinier Nicolás González durch, der die Kugel allerdings harmlos in die Arme des Fortunen-Keepers Michael Rensing schoss (25.).

Anschließend schockte der gebürtige Stuttgarter Karaman seinen Jugendclub: Nach Flanke des überragenden Lukebakio, wuchtete der Deutschtürke die Kugel ins Netz der Schwaben zum 1:0 (34.).

Die Fortuna kaufte den Schwaben den Schneid ab, weshalb sie völlig verdient mit der 1:0-Führung in die Pause gingen.

Ausnahmsweise Mal der VfB im Vorwärtsgang: Fortunas Adam Bodzek versucht Santiago Ascacibar aufzuhalten.
Ausnahmsweise Mal der VfB im Vorwärtsgang: Fortunas Adam Bodzek versucht Santiago Ascacibar aufzuhalten.  © DPA

Und die zweite Halbzeit begann, wie die erste endete: Die Fortuna war griffiger in den Zweikämpfen und startete aus ihrer Sicht traumhaft mit einem herrlichen Treffer.

Nach einem Konter, der durch einen Ballverlust von Emiliano Insua entstand, schoss Düsseldorfs Kapitän Fink aus der Distanz den Ball ins VfB-Gehäuse (49.) - VfB-Torwart Zieler war chancenlos.

Chancenlos war der VfB auch in den Folgeminuten: Düsseldorf hatte durch Lukebakio (56.) und Zimmermann (58.) weitere gute Möglichkeiten, während sich der VfB im Tiefschlaf befand.

In der 85. Minute sorgte dann der Düsseldorfer Raman für die Entscheidung, als er alleine auf VfB-Keeper Zieler zu lief und ihn wunderschön zum 3:0-Endstand überlupfte.

Zum Schluss gab es noch ein Platzverweis für González, der nach einer Tätlichkeit mit Rot vom Platz flog (93.).

So war die erneute VfB-Niederlage am Sonntagabend nur logisch und dürfte im Schwabenland für Entsetzen sorgen.

Während bereits im Vorfeld der Partie viel über die Zukunft Weinzierls diskutiert wurde, könnten im Anschluss der schwachen Leistung gegen Düsseldorf Taten folgen: War es das letzte Spiel des VfB Stuttgart mit Weinzierl auf der Trainerbank?

Erstligareif war der Auftritt bei Fortuna Düsseldorf eher nicht.

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