Ist der VfB Stuttgart so noch zu retten?

Stuttgart - Nach der Pleite gegen RB Leipzig schwebt Fußball-Bundesligist VfB Stuttgart weiter in akuter Abstiegsgefahr: Doch im Umfeld wird von Fortschritten gesprochen.

Steven Zuber (r.) trifft per Elfmeter zum 1:1-Ausgleich (16.) für den VfB gegen RB Leipzig.
Steven Zuber (r.) trifft per Elfmeter zum 1:1-Ausgleich (16.) für den VfB gegen RB Leipzig.  © DPA

Und diese waren tatsächlich in der Defensive zu sehen, obwohl der VfB mit 50 Gegentoren die mit Abstand schlechteste Abwehr der Bundesliga stellt.

Die Bild wies außerdem darauf hin, dass die Stuttgarter sogar die mieseste Defensive-Leistung Europas vorweisen - zumindest im Vergleich zu den Clubs der Top-Ligen in England, Spanien, Italien und Frankreich.

Doch gegen die Leipziger war die Defensive deutlich stabiler als zuletzt bei der 0:3-Pleite in Düsseldorf, beim 2:2 gegen die Freiburger, beim 1:4 in München oder im Gegensatz zur 2:3-Pleite zum Rückrundenauftakt gegen Mainz.

Man verlor zwar auch gegen die Leipziger mit 1:3, doch die Schwaben ließen deutlich weniger zu. Und das gegen die Leipziger Offensiv-Monster.

Die Stuttgarter Abwehr was ausnahmsweise nicht offen wie ein Scheunentor: Nur vier Mal kam der Ball gefährlich aufs Gehäuse der Schwaben.

Anastasios Donis (l.) und Marc Oliver Kempf (r.) nach der Pleite gegen Leipzig.
Anastasios Donis (l.) und Marc Oliver Kempf (r.) nach der Pleite gegen Leipzig.

Problem nur: VfB-Keeper Ron-Robert Zieler musste bei dreien davon hinter sich greifen.

Doch der Ansatz ist richtig. Denn die Stabilisierung der Defensive ist Voraussetzung um im Abstiegskampf bestehen zu können. Erst dann lässt sich über eine mutigere Offensive sprechen.

Doch bisher setzte VfB-Coach Weinzierl nur gegen die Top-Vereine der Bundesliga auf eine defensivere Variante - wie gegen Leipzig.

So entschied er sich mit einer Fünferkette, statt einer Viererkette zu verteidigen.

Zudem wählte er auf der rechten Verteidigerposition mit Andreas Beck eine defensivere Variante als zuletzt mit Benjamin Pavard oder Gonzalo Castro.

Noch konsequenter wäre, statt den häufig defensiv schwachen Linksverteidiger Emiliano Insua, einen weiteren gelernten Innenverteidiger auf die Position zu stellen.

So wie es Marc Oliver Kempf bei Weinzierls Debüt-Sieg gegen Augsburg spielte. Denn der Schlüssel zum Erfolg liegt eben in einer zunächst vorsichtigen Herangehensweise.

Und das nicht nur gegen Offensiv starke Mannschaften, wie der kommende Gegner Werder Bremen, sondern auch gegen direkte Konkurrenten, wie im darauffolgenden Abstiegskracher gegen Hannover 96. Dieses Krisen-Duell könnte dann wirklich ein Endspiel werden, zumindest für VfB-Coach Weinzierl.

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