VfB hilflos: Stuttgart muss in Sachen Transfers tiefstapeln

Stuttgart - Die Tabellensituation des Fußball-Bundesligisten VfB Stuttgart ist nach der schwachen Hinrunde brenzlig: In der zweiten Saisonhälfte soll nun so schnell wie möglich der Klassenerhalt gesichert werden.

Bei diesen Stars hatte VfB-Sportvorstand Michael Reschke (r.) keine Chance: BVB-Mittelfeldspieler Shinji Kagawa (l.) und FC-Bayern-Back-Up-Stürmer Sandro Wagner. (Fotomontage)
Bei diesen Stars hatte VfB-Sportvorstand Michael Reschke (r.) keine Chance: BVB-Mittelfeldspieler Shinji Kagawa (l.) und FC-Bayern-Back-Up-Stürmer Sandro Wagner. (Fotomontage)  © DPA

Um dieses Ziel zu erreichen, will VfB-Sportvorstand Michael Reschke seinen Kader in der aktuellen Winterttransferperiode verstärken.

"Wir prüfen, was sinnvoll und umsetzbar ist. Für jeden Tag, den wir einen möglichen Neuzugang früher im Kader haben, sind wir froh. Es ist eine gewisse Wahrscheinlichkeit da, dass wir noch aktiv werden", verriet Reschke gegenüber den Stuttgarter Nachrichten.

Doch die Suche nach diesen möglichen Neuzugängen gestaltet sich schwierig für die Schwaben. Denn in der Wintertransferperiode sind gute Spieler rar, erst recht solche, die den Brustringträgern sofort weiterhelfen könnten.

Sportvorstand Reschke suchte schließlich im obersten Regal und kassierte eine Absage nach der anderen. Gehandelt wurden beispielsweise Bayerns Sandro Wagner und die Dortmunder Shinji Kagawa, Maximilian Philipp und Sebastian Rode. (TAG24 berichtete)

War beim VfB im Gespräch, doch Dominic Solanke (Bild) entschied sich für den Premier-League-Club AFC Bournmouth.
War beim VfB im Gespräch, doch Dominic Solanke (Bild) entschied sich für den Premier-League-Club AFC Bournmouth.  © DPA

Also Namen, die unter normalen Umständen eine Nummer zu groß für einen Bundesligisten sind, der sich nach der Hinserie auf dem Relegationsplatz befindet.

Während die Bayern keine Anstalten machen ihren Back-Up-Stürmer Wagner ziehen zu lassen, hat auch der BVB schnell ein klares Veto hinsichtlich eines möglichen Transfers ihrer Allzweckwaffe Philipp eingelegt: Der gebürtige Berliner wird fürs Erreichen der großen BVB-Ziele gebraucht.

Dass solche Namen derzeit generell eine Nummer zu groß für den VfB sind, verdeutlicht, dass Defensivspieler Rode, der beim BVB seit seinem Wechsel 2016 nie eine Rolle spielte, Eintracht Frankfurt dem VfB vorzog.

Neben dessen Frankfurter Vergangenheit, dürfte auch die komfortable sportliche Situation der Eintracht für den Wechsel entscheidend gewesen sein: Die Frankfurter sind aktuell Tabellensechster und mischen die Europa League auf.

Von solchen Sphären ist der abstiegsbedrohte VfB Stuttgart aktuell weit entfernt und muss, nach den weiteren Transfer-Absagen des Gladbachers Patrick Herrmann und vor allem des zum AFC Bournmouth gewechslten Jungstars Dominic Solanke (21), tiefer stapeln: Bisher hat man einzig Flügelspieler Alexander Esswein von Hertha BSC ausleihen können, der dort nur noch Reservist war. (TAG24 berichtete)

Für weitere Transfers haben die Schwaben noch bis zum 31. Januar Zeit, dann schließt das Wintertranfer-Fenster.

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