"Sensations-Typ" Sticht VfB-Kicker Castro seine Konkurrenten Sosa und Insua aus?

Stuttgart - Es läuft wieder bei den Schwaben. Im Pokal gegen den Hamburger SV und gegen Dynamo Dresden in der Liga feierte Fußball-Zweitligist VfB Stuttgart zwei Siege.

Hamburgs Bakery Jatta (r.) und Stuttgarts Gonzalo Castro im Zweikampf um den Ball.
Hamburgs Bakery Jatta (r.) und Stuttgarts Gonzalo Castro im Zweikampf um den Ball.  © dpa/Christian Charisius

In beiden Partien setzte VfB-Trainer Tim Walter auf der linken Abwehrseite auf einen, der diese Position eigentlich gar nicht mag: Gonzalo Castro.

Normal ist der ehemalige deutsche Nationalspieler nämlich im Mittelfeld zuhause, doch dort hat Coach Walter bei den Schwaben die Qual der Wahl.

Nach der Verletzung von Borna Sosa und der brutalen Schwächephase Emiliano Insuas, brannte es eben auf der Position des Linksverteidigers.

Kein Problem für Walter, der sich erinnerte, dass Castro bereits in der Nationalmannschaft und bei Bayer Leverkusen als Außenverteidiger agierte.

Und Castro, der sich in den Dienst der Mannschaft stellte, dachte erst gar nicht daran sich zu beschweren.

"Gonzo ist ein Sensations-Typ. Der spielt, was von ihm gefragt ist mit voller Leidenschaft für seine Mannschaft und diesen Club", lobte ihn VfB-Sportdirektor Sven Mislintat.

Gonzalo Castro dürfte auf der linken Seite des VfB Stuttgart erstmal gesetzt sein

Gonzalo Castro (l.) vom VfB Stuttgart in Aktion gegen Baris Atik (r.) von Dynamo Dresden.
Gonzalo Castro (l.) vom VfB Stuttgart in Aktion gegen Baris Atik (r.) von Dynamo Dresden.

Dass dies nicht selbstverständlich ist, zeigt ein anderer Fall.

Castros Teamkollege Santiago Ascacibar sorgte nämlich vor einigen Spieltagen für Ärger, weil er beim Trainer einen Stammplatz auf seiner Lieblingsposition einforderte. (TAG24 berichtete)

Sowas würde "Mister zuverlässig" Castro nicht wagen!

"Wir können uns auf Gonzo verlassen", stellte Kapitän Marc Oliver Kempf den Mehrwert des erfahrenen Ex-Dortmunders heraus.

"Er setzt das mit voller Überzeugung um, was der Trainer von uns verlangt", erklärte der Stuttgarter Abwehrchef weiter.

Wird Castro also nun zum Dauerbrenner auf der linken Abwehrseite und sticht somit seine Konkurrenten Borna Sosa und Emiliano Insua aus?

Sosa wird jedenfalls noch eine Weile ausfallen. Auch wenn er am Montag zumindest für eine Laufeinheit auf den Rasen zurückkehrte, wird er zunächst damit beschäftigt sein, wieder gesund zu werden, wie es auch Sportdirektor Mislintat direkt nach der Partie gegen Dresden betonte.

Dennoch: Sosas Leistungen schwanken in dieser Situation und er fiel bereits mit fehlender Konzentration auf, die wie bei der Pleite gegen Wehen Wiesbaden schon spielentscheidend war. (TAG24 berichtete)

Noch schlimmer sieht es aktuell für Insua aus, der für den Pokalkracher gegen den Hamburger SV erst gar nicht berücksichtigt wurde.

Der Argentinier steht derzeit völlig neben sich, weshalb Mislintat deutlicher wurde, als er über ihn sprach. Für Insua werde es schwierig an Castro vorbeizukommen, solange sich dieser in so starker Verfassung zeige, erklärte der Stuttgarter Sportdirektor.

Somit dürfte Gonzalo Castro erstmal gesetzt sein.

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