Nach chaotischer Szene und VAR: Schiedsrichter entschuldigt sich bei VfB-Keeper Gregor Kobel

Stuttgart - In einer Szene wurde es beim Zweitliga-Kick zwischen dem VfB Stuttgart und dem SSV Jahn Regensburg (2:0) kurz etwas chaotisch.

 Schiedsrichter Harm Osmers beim Videobeweis.
Schiedsrichter Harm Osmers beim Videobeweis.  © Tom Weller/dpa

So gab der Schiedsrichter Harm Osmers zunächst einen Treffer des Jahn-Stürmers Marco Grüttner, der kurz zuvor VfB-Keeper Gregor Kobel behindert hatte (50.).

Kobel wollte eine Flanke des Regensburgers Chima Okoroji abfangen und wurde dabei von Grüttner gefoult, sodass er die Kugel fallen lassen musste.

Grüttner reagierte schnell und versenkte den Ball zum vermeintlichen 1:0 im Stuttgarter Gehäuse.

Referee Osmers hatte die Szene offensichtlich nicht gesehen und erkundigte sich beim Linienrichter.

Dann gab er den Treffer.

"Es war ein klares Foul, das muss man einfach sagen", hatte Kobel nach der Partie für diese erste Entscheidung des Schiedsrichters eher wenig Verständnis.

Doch Osmers revidierte die Entscheidung, nachdem der Video Assistant Refereee (VAR) eingriff und der Unparteiische sich die Bilder nochmal selbst angesehen hatte.

VfB-Keeper Gregor Kobel erklärt, wann ein Torwart in solchen Situationen einfach keine Chance mehr hat

Torwart des VfB Stuttgart: Gregor Kobel.
Torwart des VfB Stuttgart: Gregor Kobel.

Die Verwirrung über den Ablauf blieb allerdings.

Referee Osmers ist aber immerhin ein fairer Sportsmann: "Ich habe nochmal mit dem Schiedsrichter geredet und er hat sich bei mir entschuldigt", verriet Keeper Kobel.

Der Stuttgarter Schlussmann erklärte anschließend generell solche Situationen aus der Sicht eines Torhüters.

Demnach habe man keine Chance, "wenn man als Torwart hoch steigt, den Ball in den Händen hat und dann einer so reingeht." Dann ist es "sowieso vorbei und man kann den Ball nicht mehr festhalten."

Glück für den VfB Stuttgart, dass die Schwaben die Partie schlussendlich mit 2:0 gewonnen haben. Daniel Didavi und Gonzalo Castro erzielten die zwei blitzsauberen Tore, nachdem ein anderer vermeintlicher Treffer zunächst aberkannt worden war.

Für diesen sorgte Orel Mangala. Nach einer Ecke nahm er die Kugel volley mit links und erzielte bereits in der 31. Minute ein vermeintliches Traumtor zur Führung der Schwaben. Doch dagegen hatte Schiedsrichter Osmers etwas einzuwenden. Nach Ansicht der Bilder nahm er den Treffer zurück.

Er hatte ein Foul von Atakan Karazor entdeckt, der bei der Ausführung des Eckballs einen Regensburger umgerissen hatte.

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