VfB-Legende: Das könnte Guido Buchwald die Wahl zum Präsidenten kosten

Stuttgart - Aufgrund der Länderspielpause und dem sportlichen Aufwärtstrend, hätte man meinen können, beim Fußball-Zweitligisten VfB Stuttgart geht es mal etwas ruhiger zu.

Baden-Württemberg, Geislingen an der Steige: Fußball: Benefizspiel mit Altstars im TG-Stadion. Jürgen Klinsmann (l) läuft zusammen mit Guido Buchwald vom Spielfeld.
Baden-Württemberg, Geislingen an der Steige: Fußball: Benefizspiel mit Altstars im TG-Stadion. Jürgen Klinsmann (l) läuft zusammen mit Guido Buchwald vom Spielfeld.  © dpa/ Christoph Schmidt

Ging es auch. Schließlich befanden sich einige Kicker der Schwaben bei ihren Nationalteams, sodass der Trainingsbetrieb an der Mercedesstraße nur eingeschränkt möglich war.

An Gesprächsstoff rund um den Traditionsclub mangelte es dennoch nicht.

Warum? Nur noch bis zum kommenden Sonntag können sich mögliche Kandidaten für das Präsidentenamt beim VfB Stuttgart bewerben, von welchem Wolfgang Dietrich im Juli nach der spektakulären W-Lan-Panne bei der Mitgliederversammlung zurückgetreten war.

Zwei Bewerbungen sind bei den Stuttgartern bereits eingegangen.

Neben dem Schorndorfer Oberbürgermeister Matthias Klopfer, buhlt auch der kapitalismuskritsche Unternehmer Claus Vogt um das hohe Amt beim Zweitligisten.

Zudem hat längst einer mit ganz großer VfB-Vergangenheit sein Interesse bekundet: die Stuttgarter Legende Guido Buchwald.

Baden-Württemberg, Geislingen an der Steige: Fußball: Benefizspiel mit Altstars im TG-Stadion. Guido Buchwald wärmt sich vor Spielbeginn auf.
Baden-Württemberg, Geislingen an der Steige: Fußball: Benefizspiel mit Altstars im TG-Stadion. Guido Buchwald wärmt sich vor Spielbeginn auf.

"Bis spätestens Donnerstag werde ich entscheiden, ob ich mich bewerbe oder nicht", sagte der Weltmeister von 1990 gegenüber der "Bild".

Er wird also, sollte er sich dafür entscheiden, wohl der prominenteste der Kandidaten für das VfB-Präsidentenamt sein.

Doch bedingungslos geliebt, wird der 58-Jährige von der schwäbischen Fangemeinde nicht.

So ist Buchwald als unbequem bekannt und wurde bereits häufig dafür kritisiert, sich medial zu offen über den VfB zu äußern.

Eine Debatte löste er beispielsweise im Herbst vergangenen Jahres aus, als er bei "Sport1" den damaligen Stuttgarter Sportvorstand Michael Reschke harsch kritisierte.

Buchwald war zu diesem Zeitpunkt noch im VfB-Aufsichtsrat, weshalb der Vorwurf lautete: Probleme sollten intern besprochen werden.

Zusätzlich zu Buchwalds Umgang mit den Medien, könnte ihm vor allem seine gute Freundschaft zum Ex-VfB-Kicker Thomas Berthold die Wahl zum VfB-Präsidenten kosten.

Berthold äußert sich nämlich ebenfalls gerne öffentlich zum VfB und plauderte beispielsweise im Februar 2019 über spannende VfB-Interna in der Fußball-Talkshow "Sky90", die er nach eigenen Angaben aus persönlichen Gesprächen mit Guido Buchwald hatte. (TAG24 berichtete)

Die Sendung sorgte anschließend für einen heftigen Streit zwischen den ehemaligen Aufsichtsratkollegen Buchwald und Wilfried Porth (Daimler-Vorstand), wonach Buchwald zurücktrat.

Sollte der Weltmeister von 1990 nun als Präsident zum VfB zurückkehren, wird es interessant. Denn Buchwalds Widersacher, Daimler-Vorstand Porth, sitzt aktuell immer noch im Stuttgarter Aufsichtsrat. Dann könnte es an der Mercedesstraße wieder ungemütlicher werden, trotz des sportlichen Aufwärtstrends.

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