"Schlechter Tag!" Tiefer VfB-Frust nach Remis in Heidenheim

Stuttgart - Der Frust saß tief beim Fußball-Zweitligisten VfB Stuttgart! Bis zur 78. Minute führten die Schützlinge von Coach Tim Walter vermeintlich souverän mit 2:0, doch dann schlug der 1. FC Heidenheim zu und glich noch zum 2:2-Endstand aus. (TAG24 berichtete)

Der Heidenheimer Trainer Frank Schmidt (M) unterhält sich mit dem Stuttgarter Trainer Tim Walter (l) und dem Schiedsrichter Benjamin Cortus vor Spielbeginn.
Der Heidenheimer Trainer Frank Schmidt (M) unterhält sich mit dem Stuttgarter Trainer Tim Walter (l) und dem Schiedsrichter Benjamin Cortus vor Spielbeginn.

"Wir hatten heute einen kollektiv schlechten Tag", erklärte Gregor Kobel nach Abpfiff gegenüber dem vereinseigenen "VfB-TV" und dem Stuttgarter Keeper war die Enttäuschung sichtlich ins Gesicht geschrieben.

Kein Wunder, so dominierte der VfB die Partie von Anpfiff weg und ließ Heidenheim zunächst kaum Luft zum Atmen.

Dies sah der VfB-Keeper jedoch etwas anders: "Ich habe von Anfang an das Gefühl gehabt, dass wir zu viele Räume zugelassen haben und, dass wir im Umschaltspiel etwas zu träge waren", analysierte der Schweizer.

Auch mit dem Auftritt nach der Führung war der VfB-Torwart schlicht unzufrieden: "Nach dem 2:0 haben wir einfach aufgehört, Fußball zu spielen, da hat mir etwas der Wille gefehlt, das Resultat über die Zeit zu bringen."

Ganz so negativ wollte es sein Teamkollege Hamadi Al Ghaddioui nicht sehen.

VfB-Trainer Tim Walter hat "zwei Gesichter" seiner Mannschaft gesehen

Hängende Köpfe: Der Heidenheimer Sebastian Griesbeck (l.v.) steht mit den Stuttgartern Atakan Karazor (r.v.) und Marc Oliver Kempf nach dem Abfpiff auf dem Rasen.
Hängende Köpfe: Der Heidenheimer Sebastian Griesbeck (l.v.) steht mit den Stuttgartern Atakan Karazor (r.v.) und Marc Oliver Kempf nach dem Abfpiff auf dem Rasen.  © dpa/Daniel Karmann

Der Deutsch-Marokkaner rückte trotz leichter Enttäuschung lieber das Positive in den Vordergrund: "Wir haben uns viele Chancen erarbeitet. Wenn wir in Zukunft cooler bleiben, dann bin ich guter Dinge", so der 28-Jährige.

Viele Chancen hat sich der VfB tatsächlich erarbeitet. Satte 23 Mal schossen die Stuttgarter auf den Heidenheimer Kasten.

Genau darin sah VfB-Trainer Walter allerdings das Manko, nämlich in der Chancenverwertung: "Wir müssen aus den guten Phasen mehr Kapital schlagen", so der 43-Jährige.

Walter habe "zwei Gesichter" seiner Mannschaft gesehen.

Besonders gefreut hat ihn die erste halbe Stunde, als der VfB die Jungs von der Ostalb mit Ballbesitz beinahe erstickte. Die Heidenheimer rannten hinterher, ohne Land in Sicht. Nur belohnte sich der VfB für diese gute Phase nicht.

"Mit dem Ergebnis bin ich nicht zufrieden, mit der Art und Weise schon", so Walter. Abschließend bilanzierte er: "Fußball dauert eben Zeit."

Der Badener arbeitet auch erst seit 6 Wochen mit seiner neuen Mannschaft. Dafür war der Auftritt in Heidenheim schon beachtlich.

Vor allem die Variation in der Offensive und die ständigen Positionswechsel beeindruckten. Doch nach so einem unglücklichen Spielverlauf interessiert dies erstmal Niemanden mit Brustring. Der VfB muss erstmal den Frust verdauen.

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