VfB Stuttgart vor Pokal-Kracher gegen HSV: Tim Walter erklärt die Pleitenserie

Stuttgart - Der Pokal hat seine eigenen Gesetze! Nach der 2:6-Liga-Pleite beim Hamburger SV muss der VfB Stuttgart am Dienstag (18.30 Uhr) schon wieder gegen die Hanseaten ran.

Hamburgs Doppeltorschütze Sonny Kittel (l) trifft per Lopf zum 3:1 für den HSV.
Hamburgs Doppeltorschütze Sonny Kittel (l) trifft per Lopf zum 3:1 für den HSV.

"Friss oder stirb" lautet das Motto des VfB-Trainers Tim Walter für diese Partie im DFB-Pokal, der nach den drei Meisterschaftsniederlagen hintereinander bereits in die Kritik geraten ist.

Ein Vorwurf, der immer mal wieder zu hören ist, ist die ständige Rotation in der Startelf.

Gegen den HSV am Samstag standen vier Neue auf dem Platz, bei der Heimpleite gegen Holstein Kiel waren es sogar sechs.

"Ich bin einer, der auf Trainingsleistungen viel Wert legt. Wir haben einen breiten Kader, jeder will spielen, jeder hat die Qualität", so Walter.

Ihm geht es besonders darum, seine Schützlinge bei Laune zu halten. Er stelle auf, wer es verdient habe, erklärt der Stuttgarter Trainer.

Weiter führt Tim Walter an: "Mir ist das Mannschaftsgefüge wichtig. Und um das Gefüge bei der Qualität des Kaders ausgeglichen zu halten, musst du schauen, dass die Jungs zufrieden sind."

Wie viel Zeit gibt der VfB Stuttgart seinem Trainer Tim Walter?

Zerknirschtes Gesicht: VfB-Trainer am Rande des Stuttgarter 1:0-Last-Minute-Sieg bei Arminia Bielefeld.
Zerknirschtes Gesicht: VfB-Trainer am Rande des Stuttgarter 1:0-Last-Minute-Sieg bei Arminia Bielefeld.

Jedenfalls rotiere er nicht, weil er generell mit seinen Schützlingen unzufrieden sei, so Walter.

Den Misserfolg der letzten Wochen begründet er eher darin, dass viele seiner Spieler nicht gewohnt sind, wie er seine Mannschaften verteidigen lässt.

"Viele haben vorher nie nach vorne verteidigt. Stattdessen abgewartet, was das Spiel hergibt. Bei den Spielern, die das Potenzial haben muss erst die Festplatte formatiert werden."

Was die Umsetzung dieser taktischen Vorgabe angeht, müsse man sich in Geduld üben, erklärt Walter.

Und analysiert weiter: "Die Jungs fallen immer wieder in alte Bewegungsmuster zurück und ich glaube, das ist normal, wenn du dein ganzes Leben nichts anderes gemacht hast."

Sein Fazit ist: Das müsse "ins Gehirn" der Spieler, sonst fehlen Meter und man laufe in Konter.

Bleibt zu hoffen, dass seine Mannschaft seine Vorstellungen schnell beherzigt. Denn sollte mit dem Pokal-Kracher gegen den HSV auch das vierte Spiel in Folge in die Hosen gehen, wird das System Walter noch mehr infrage gestellt werden.

Da kann der 43-Jährige noch so oft darauf verweisen, er brauche mehr Zeit für die taktische Umsetzung.

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