Irres Match! VfB Stuttgart geht beim HSV unter

Hamburg - Was ein wahnsinniges Match! Am 11. Spieltag der 2. Fußball-Bundesliga geht der VfB Stuttgart beim Hamburger SV mit 2:6 (1:3) unter.

Stuttgarts Maxime Awoudja (l) foult Hamburgs Jeremy Dudziak im Strafraum.
Stuttgarts Maxime Awoudja (l) foult Hamburgs Jeremy Dudziak im Strafraum.  © DPA/ Frank Molter

Sonny Kittel erzielte das 1:0 für den HSV (13./Foulelfmeter), ehe Bakery Jatta zum 2:0 traf (24.) und Nicolas Gonzalez den 1:2-Anschluss für den VfB herstellte.

Kittel besorgte ebenfalls das 3:1 für den HSV (36.), ehe Gonzalo Castro die Kugel zum 4:1 für die Hanseaten ins eigene Netz bugsierte. Silas Wamangituka traf noch zum 4:2 für den VfB. Martin Harnik sorgte allerdings mit dem 5:2 für die Entscheidung zugunsten des HSV. Adrian Fein setzte für den HSV den 6:2 Schlusspunkt (90+1).

VfB-Coach Tim Walter schmiss nach der Heimpleite gegen Kiel erneut die Rotationsmaschine an und veränderte seine Startelf auf satten vier Positionen. Statt Holger Badstuber (Gelb-Rot-Sperre), Santiago Ascacibar, Gonzalo Castro und Roberto Massimo, begannen Maxime Awoudja, Atakan Karazor, Orel Mangala und Philipp Klement.

Hamburgs Trainer-Haudegen Dieter Hecking, tauschte dagegen nur zweimal aus. Timo Letschert und Lukas Hinterseer mussten zunächst auf der Bank Platz nehmen. Für sie begannen Gideo Jung und Christoph Moritz.

Die 57.000 Zuschauer im ausverkauften Hamburger Volksparkstadion sahen zu Beginn ein Duell auf Augenhöhe, bei dem sich der VfB in der ersten Viertelstunde ein leichtes Übergewicht erarbeitete.

Doch dann der Schock für die Schwaben! Nach einem Foul des unerfahrenen Maxime Awoudja an Jeremy Dudziak entschied Schiedsrichter Deniz Aytekin auf Elfmeter.

Sonny Kittel und Bakery Jatta schocken den VfB Stuttgart

Hamburgs Bakery Jatta (r) trifft zum 2:0 für den HSV gegen den Torwart aus Stuttgart, Gregor Kobel.
Hamburgs Bakery Jatta (r) trifft zum 2:0 für den HSV gegen den Torwart aus Stuttgart, Gregor Kobel.  © DPA/ Frank Molter

Dieses schwäbische Geschenk ließen sich die Hanseaten nicht nehmen. Kittel platzierte die Kugel unten rechts ins Stuttgarter Netz zum 1:0 für den HSV (13.).

Und der Treffer zeigte Wirkung. Der VfB agierte in der Folge komplett verunsichert - kein Wunder, schließlich verloren die Stuttgarter die letzten beiden Partien und strotzten nicht gerade voller Selbstbewusstsein.

Und vor allem Stuttgarts Awoudja stand in der ersten Hälfte komplett neben sich. Nach seinem Foul, das zum Elfmeter führte, folgte nur wenige Minuten später sein nächster Blackout.

Wieder nutzten die Hamburger die Gelegenheit eiskalt: Jatta eroberte die Kugel vom naiv agierenden Awoudja, stürmte alleine auf VfB-Keeper Gregor Kobel zu und verwandelte die Pille zum 2:0 für den HSV ins Stuttgarter Gehäuse (24.).

Der VfB in Schockstarre! Doch in diesem kurzweiligen Spiel kamen die Schwaben durch eine Ecke zurück in die Partie. Klement brachte diese herein und Gonzalez veredelte per Kopf zum 2:1-Anschlusstreffer für den VfB.

Die Hanseaten schnauften nur kurz durch, bevor sie die passende Antwort fanden. Jatta leitete einen Konter ein, bediente Moritz mit einem Zuckerpass, der die Pille von der Torauslinie in die Mitte flankte. Dort stand Kittel blank und köpfte die Kugel mit viel Wucht zum 3:1 ins Netz (36), was gleichzeitig der Halbzeitstand war.

Gonzalo Castro bugsierte die Kugel zum 1:4 für den HSV ins eigene Netz

Hamburgs Doppeltorschütze Sonny Kittel (l) trifft per Lopf zum 3:1 für den HSV.
Hamburgs Doppeltorschütze Sonny Kittel (l) trifft per Lopf zum 3:1 für den HSV.

Trotz der schwachen ersten Hälfte, kam der VfB mit Mut aus der Kabine. Doch es schien ein gebrauchter Tag für die Schwaben zu sein.

Nach einer HSV-Ecke wurde VfB-Keeper Kobel leicht von Jatta bedrängt und Castro bugsierte die Kugel unglücklich per Kopf zum 4:1 für die Hamburger (56.) ins eigene Tor.

Der Wahnsinn nahm in diesem Spitzenspiel aber einfach kein Ende.

So erzielte Stuttgarts Wamangituka in der 63. Minute seinen ersten Saisontreffer. Ein abgefälschter Distanzschuss von Klement landete beim 20-Jährigen, der die Kugel nur noch über die Linie drücken musste (63.).

Somit begann der VfB wieder zu hoffen und die Schwaben wollten unbedingt. Der vermeintliche 4:3-Anschlusstreffer durch Gonzalez wurde allerdings aufgrund eines Handspiels aberkannt (68.).

Stattdessen war kurze Zeit später der HSV wieder oben auf.

Tim Leibold flankte von links, fand Stürmer Harnik, der nur seinen Fuß hinhalten musste, um die Pille zum 5:2 im VfB-Gehäuse unterzubringen (76.).

Den Schlusspunkt in einem irren Match setzte Hamburgs Fein, der im Strafraum des VfB völlig unbedrängt zum Schuss kam und den Ball ins linke Eck des Stuttgarter Gehäuse schoss.

Während der HSV nun souverän von der Tabellenspitze grüßt, kassiert der VfB seine dritte Pleite in Folge. Am Dienstag (18.30 Uhr) treffen die beiden Teams im DFB-Pokal erneut aufeinander.

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