Nach Pokal-Erfolg gegen HSV: Ist der VfB Stuttgart zurück in der Spur?

Hamburg - Alle hatten bereits einen Elfmeter-Krimi erwartet, doch dann schlug Hamadi Al Ghaddioui zu. Aus der Drehung schoss der Stürmer des VfB Stuttgart seine Mannschaft in der Verlängerung zum Sieg gegen den Hamburger SV. (TAG24 berichtete)

Hamburgs Bakery Jatta (r.) und Stuttgarts Gonzalo Castro im Zweikampf um den Ball.
Hamburgs Bakery Jatta (r.) und Stuttgarts Gonzalo Castro im Zweikampf um den Ball.  © dpa/Christian Charisius

"Ich habe gesagt, wir kommen wieder, das haben wir dann auch gemacht", war VfB-Trainer Tim Walter nach der Partie erleichtert.

Nach drei Liga-Pleiten in Folge gab er sich im Vorfeld des Pokalspiels kämpferisch und hörte nie auf an seine Schützlinge zu glauben. Die zahlten es ihm mit einer beherzten Leistung zurück.

"Wir hatten schön auf die Fresse gekriegt im ersten Spiel", blickte Trainer Walter nochmal auf die 2:6-Blamage am vergangenen Samstag zurück.

Am frühen Dienstagabend war aber alles anders.

Die Schwaben waren von Beginn an im Spiel und hatten bereits in der ersten Minute Glück, weil Schiedsrichter Bastian Dankert nach einem ungeschickten Einsteigen gegen Philipp Förster auf Elfmeter entschied.

Dieses Glück fehlte dem VfB in den letzten Partien, als man gegen den SV Wehen Wiesbaden, Holstein Kiel und dem HSV in der 2. Liga verlor.

Für den VfB Stuttgart wird es gegen Dynamo Dresden in der Liga ernst

Jubel beim VfB Stuttgart nach dem Pokal-Erfolg gegen den HSV.
Jubel beim VfB Stuttgart nach dem Pokal-Erfolg gegen den HSV.

Außerdem stand die Defensive am Dienstag stabil wie schon lange nicht mehr.

Die Anwesenheit von Holger Badstuber, der am Samstag gesperrt fehlte, war spürbar.

Nach dessen starken Leistung darf man gespannt sein, wie sich der VfB am Sonntag gegen Dynamo Dresden ohne ihn anstellt.

Schließlich ist der deutsche Ex-Nationalspieler aufgrund seines "Muschi"-Ausrasters für die Partie noch nicht wieder spielberechtigt.

Tim Walter dürfte dann auf Nathaniel Phillips setzten, da Maxime Awoudja an der 2:6-Pleite gegen den HSV maßgeblichen Anteil hatte.

Einen wirklich starken Auftritt beim Pokal-Fight gegen die Hamburger, zeigte Stuttgarts Gonzalo Castro, der zuletzt häufig schlecht aussah.

Etwas überraschend entschied sich VfB-Coach Walter dazu, seinen eigentlichen Mittelfeldspieler auf die Linksverteidiger-Position zu stellen. Der deutsche Ex-Nationalspieler ließ seinen Gegenspieler Bakery Jatta, der in der Liga Emiliano Insua schwindlig spielte, alt aussehen. Der Hamburger Flügelstürmer bekam keinen Stich gegen Castro, der somit für das wichtige Stuttgarter Spiel gegen Dresden erneut eine Option ist. Vor allem wegen Insuas Schwächephase, die sich seit Wochen hinzieht.

Schwächen dürfen sich die Schwaben beim Heimspiel gegen die Sachsen am Sonntag (13.30 Uhr, Mercedes-Benz Arena) nicht erlauben, sonst landen sie nach der Pokal-Euphorie ganz schnell wieder auf dem Boden der Liga-Realität.

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