Bitter! Hertha verspielt Führung in Stuttgart und verliert beim VfB!

Stuttgart - Der doppelte Mario Gomez! Der ehemalige deutsche Nationalspieler war am Samstagnachmittag zu gut für Hertha BSC. Die "Alte Dame" führte zur Halbzeit beim VfB mit 1:0, verlor durch zwei Tore von Stuttgarts Mittelstürmer aber noch mit 1:2.

Da war noch alles in Ordnung: Maximilian Mittelstädt traf für Hertha zum zwischenzeitlichen 1:0.
Da war noch alles in Ordnung: Maximilian Mittelstädt traf für Hertha zum zwischenzeitlichen 1:0.  © DPA

Er beendete seine monatelange Torflaute und bescherte seinem Club wichtige Punkte im Abstiegskampf.

Dank seiner Treffer (64. Minute/76.) drehten die vor allem im ersten Durchgang schwachen Schwaben das Spiel gegen Hertha BSC und setzten sich mit 2:1 (0:1) durch. Maximilian Mittelstädt (38. Minute) hatte die Berliner zunächst in Führung gebracht.

Aber dann schlug Gomez zu, traf nach 682 Minuten wieder und sorgte dafür, dass die Schwaben den Abstiegs-Relegationsplatz verließen.

Zuvor hatte Gomez am 6. Oktober ein Bundesliga-Tor für Stuttgart erzielt - am Ende jubelte er über sein 100. Pflichtspieltor für die Schwaben.

Die Hertha rutschte durch die erste Niederlage seit Anfang November auf den siebten Platz ab.

Was sich den 47.680 Zuschauern bei Temperaturen um den Gefrierpunkt aber zunächst bot, trug alles andere als zur Erwärmung bei. Beide Teams konzentrierten sich auf ihre Defensivarbeit und setzten entsprechend kaum offensive Akzente.

Der einzige Höhepunkt im ersten Durchgang war der Führungstreffer für die Gäste. Ein Pass von Davie Selke stolperte im VfB-Strafraum zum aufgerückten Mittelstädt, der aus spitzem Winkel aufs Tor schoss; Stuttgarts Torhüter Ron-Robert Zieler war zwar noch dran, verhinderte den Gegentreffer aber nicht.

Ließ ausgerechnet gegen Hertha wieder seine alte Klasse aufblitzen: Mario Gomez erzielte beide Tore für den VfB. Hier trifft er zum entscheidenden 2:1.
Ließ ausgerechnet gegen Hertha wieder seine alte Klasse aufblitzen: Mario Gomez erzielte beide Tore für den VfB. Hier trifft er zum entscheidenden 2:1.  © DPA

Ansonsten gab es zunächst so gut wie gar nichts zu sehen. Beide Mannschaften waren zwar mit erheblichen Verletzungsproblemen in die Partie gestartet. Aber dennoch überraschte vor allem die Passivität der abstiegsbedrohten Schwaben.

Selbst die gelegentlich im Mittelfeld erkämpften Bälle fanden nicht den Weg vor das Tor der Berliner, weil dem VfB im Spiel nach vorne jegliches Tempo fehlte.

Die Hertha dagegen wirkte in ihren wenigen Angriffsaktionen selbstbewusster und auch zielstrebiger, was mit der Führung belohnt wurde.

Der VfB hinterließ im ersten Durchgang vor allem Rätsel. Keine Torgefahr, keine Sicherheit, keine Geschwindigkeit: Den Gastgebern mangelte es an allem. Gomez fand keine Bindung zum Spiel.

Auch im zweiten Durchgang blieb der 33-Jährige zunächst blass - offenbarte dann aber fast aus dem Nichts seine altbekannten Qualitäten vor dem gegnerischen Tor.

Eine lange Flanke von der rechten Seite köpfte Nicolas Gonzalez im Sechzehner der Hertha in Richtung Gomez, der den Ball aus kurzer Distanz über die Linie drückte. Und der Treffer des Torjägers zeigte Wirkung.

Stuttgart wurde mutiger und drückte die Berliner in die eigene Hälfte. Einen Kopfball von Chadrac Akolo (74.) lenkte Hertha-Keeper Rune Jarstein mit den Fingerspitzen noch ins Aus.

Kurz darauf aber schlug Gomez zum zweiten Mal zu und beförderte eine Flanke von Kapitän Christian Gentner per Kopf ins Tor.

Herthas Trainer Pal Dardai konnte es nicht fassen, dass sein Team die Führung noch aus der Hand gab.
Herthas Trainer Pal Dardai konnte es nicht fassen, dass sein Team die Führung noch aus der Hand gab.  © DPA

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