Ideenloser VfB Stuttgart von Hertha zerlegt: Willig-Effekt verpufft!

Berlin - Willig-Effekt verpufft! Am 32. Spieltag der Fußball-Bundesliga verliert der VfB Stuttgart bei Hertha BSC verdientermaßen mit 1:3 (0:2).

Im Zweikampf: Herthas Maximilian Mittelstädt (r.) gegen Stuttgarts Gonzalo Castro (l.).
Im Zweikampf: Herthas Maximilian Mittelstädt (r.) gegen Stuttgarts Gonzalo Castro (l.).  © DPA

Ex-Stuttgarter Vedad Ibišević erzielte das 1:0 für die Berliner (40.), ehe Ondrej Duda zum 2:0 (45.) für die Alte Dame traf und Herthas Salomon Kalou auf 3:0 (67.) stellte. VfB-Stürmerstar Mario Gomez gelang mit dem 1:3 für den VfB nur noch Ergebniskosmetik.

VfB-Interimstrainer Nico Willig vertraute auf seine Siegertruppe aus dem 1:0-Befreiungsschlag gegen Gladbach.

Sein Kollege, Hertha-Coach Pál Dárdai, veränderte dagegen seine Startformation ein Mal: Für den gelb-gesperrten Lukas Klünter startete Mathew Leckie.

Die Partie begann abwartend. Die Schwaben überließen der Hertha die Kugel, die sich somit langsam an die gefährliche Zone der Stuttgarter vortasten konnten.

Sowie in der 15. Minute, als der Berliner Maximilian Mittelstädt aus der Distanz abzog, doch VfB-Keeper Ron-Robert Zieler keine Mühe verspürte, die Pille aufzunehmen.

Der VfB agierte im Vergleich zur Gladbach-Partie deutlich passiver, besonders im Pressing-Verhalten.

Kopfball-Duell: Herthas Mathew Leckie vor Stuttgarts Argentinier Nicolás González.
Kopfball-Duell: Herthas Mathew Leckie vor Stuttgarts Argentinier Nicolás González.  © DPA

Durch das geringe Tempo kamen sich nicht in schnelle Umschaltsituationen und somit kaum zu Chancen.

Ausnahmen waren ein harmloser Abschluss von Nicolás González (23.) und ein Freistoß durch Gonzalo Castro (27.), der allerdings deutlich über das Gehäuse von Hertha-Keeper Rune Jarstein zischte.

Der VfB wirkte in der ersten halben Stunde mittellos, während sich die Hertha geduldig zeigte.

Und dafür belohnte sich die Alte Dame: Leckie köpfte die Kugel scharf aufs VfB-Gehäuse, Zieler klatschte nach vorne ab und ausgerechnet Ex-VfB-Stürmer Ibišević staubte zum 1:0 für die Hertha ab (40.).

Es dauerte nicht lange bis zum nächsten Hertha-Streich: Wieder ein Abstauber! Dieses mal parierte VfB-Keeper Zieler gegen Ibišević, dann stand Duda goldrichtig und stellte auf 2:0 für die Hauptstädter (45.).

Mit diesem 2:0 ging es auch in die Pause: Geduldige Herthaner waren bis dahin ideenlosen Stuttgartern haushoch überlegen.

Mit Fokus auf die Pille: VfB-Kicker Gonzalo Castro (links), Herthas Maximilian Mittelstädt (Mitte) und Stuttgarts Andreas Beck (r.).
Mit Fokus auf die Pille: VfB-Kicker Gonzalo Castro (links), Herthas Maximilian Mittelstädt (Mitte) und Stuttgarts Andreas Beck (r.).

Die zweite Hälfte begann wie schon der erste Durchgang: Mit wenig Tempo auf beiden Seiten.

Doch die Hertha zog sich mit der komfortablem 2:0-Führung weit zurück, sodass der VfB mehr Ballbesitz hatte. Die Schwaben blieben allerdings ideen- und harmlos.

Ganz anders die Alte Dame: Javairo Dilrosun sprintete in der 67. Minute mit einem höllischen Tempo an VfB-Verteidiger Ozan Kabak vorbei, brachte das Leder in den Strafraum, wo Herthas Stürmer Kalou stand und den Ball über die Linie zum 3:0 bugsierte.

Die Stuttgarter wurden anschließend etwas aktiver und erzielten folgerichtig das 3:1 (70.): Nach Flanke aus dem Halbfeld von Borna Sosa, war es Gomez, der die Kugel ins Netz des Berliner Gehäuses köpfte.

Anschließend verpassten Daniel Didavi (71.) und Marc Oliver Kempf (83.) nur knapp den Anschlusstreffer, sodass die Berliner das 3:1 über die Ziellinie bekamen.

Somit ist der Willig-Effekt beim VfB Stuttgart bereits wieder verpufft. Am kommenden Samstag gastiert der VfL Wolfsburg (ab 15:30) zum letzten Stuttgarter Heimspiel in der Mercedes-Benz Arena.

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