Statt Champions League: Holger Badstuber muss sich beim VfB Stuttgart beweisen

Stuttgart - Es ist das Pech des VfB Stuttgart, das Holger Badstuber beim Zweitligisten wieder ins Spiel bringt.

Seine Pflichtspielpremiere als Stuttgarter Coach: Tim Walter gegen Hannover auf der Trainerbank.
Seine Pflichtspielpremiere als Stuttgarter Coach: Tim Walter gegen Hannover auf der Trainerbank.  © dpa-Bildfunk

So plagen den VfB vor der Partie beim 1. FC Heidenheim (Sonntag, 13.30 Uhr) Personalsorgen in der Viererkette.

Marcin Kamisnki riss sich beim Auftakt gegen Hannover 96 das Kreuzband, Maxime Awoudja sowie Luca Mack sind für das Duell auf der Ostalb gesperrt.

"Holger Badstuber wird spielen", verriet somit VfB-Trainer Tim Walter überraschend frühzeitig am Freitag auf der Pressekonferenz.

Ausgerechnet Badstuber, der in Stuttgart schon länger nicht mehr den besten Ruf genießt.

Der Grund: Der ehemalige deutsche Nationalspieler machte nach einer stabilen Saison 2017/18 keinen Hehl daraus, dass er seine Zukunft nicht beim VfB Stuttgart sieht, sondern in der Champions League.

Doch nach langem hin und her unterschrieb Badstuber dann doch noch einen hoch dotierten Dreijahresvertrag beim VfB und verkündete, lieber beim Bundesligisten etwas aufbauen zu wollen, als mit irgendeinem Club in der Champions League zu kicken.

Statt Champions League: Holger Badstuber muss sich beim VfB Stuttgart in der Zweiten Liga durchsetzen

Rückrunde Saison 2018/19: Der Mainzer Robin Quaison (l.) und der Stuttgarter Holger Badstuber kämpfen um den Ball.
Rückrunde Saison 2018/19: Der Mainzer Robin Quaison (l.) und der Stuttgarter Holger Badstuber kämpfen um den Ball.

Statt Bundesliga oder Champions League, heißt es ein Jahr später nur noch Zweite Liga für Badstuber, der bei VfB-Trainer Walter alles andere als gesetzt ist.

"Er ist wieder im Rennen", verkündete zwar der VfB-Coach auf der Pressekonferenz, doch eines ist klar: Die Entscheidung zugunsten des Ex-Bayern-Stars ist einzig eine aus Mangel an Alternativen.

Dies zeigt, dass Walter nach der Verletzung Kaminskis gegen Hannover lieber auf den unerfahrenen Awoudja setzte, als auf Haudegen Badstuber.

Während sich der für Heidenheim gesperrte Awoudja in der zurückliegenden Trainingswoche übrigens sichtlich reinhängte, machte Badstuber dagegen einen unmotivierten Eindruck.

Dennoch glaubt der VfB-Coach an den 30-jährigen Verteidiger, den Ex-Bayern-Trainer Pep Guardiola (heute Manchester City) mal als den besten Spieler, den er je hatte, adelte.

"Er weiß, was er zu tun hat", versprach Walter, der deutlich machte, dass ihn die Vergangenheit Badstubers nicht interessiere.

Viel mehr attestiert er ihm eine gute Vorbereitung. Doch Badstuber muss sich erst wieder beweisen, dann haben sie ihn vielleicht auch in Stuttgart wieder lieb.

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