Nach VfB-Pleite: Darum muss Stuttgart gegen Holstein Kiel trotzdem keine Reaktion zeigen

Stuttgart - Es war eine herbe Niederlage! Am vergangenen 9. Spieltag musste Fußball-Zweitligist VfB Stuttgart gegen Aufsteiger SV Wehen Wiesbaden die erste Pleite der Saison verkraften. (TAG24 berichtete)

Stuttgarts Atakan Karazor (l) spielt gegen St. Paulis Dimitrios Diamantakos.
Stuttgarts Atakan Karazor (l) spielt gegen St. Paulis Dimitrios Diamantakos.  © DPA/ Edith Geuppert

Gar nicht so einfach, wenn am darauffolgenden Wochenende statt zweiter Liga Länderspielpause angesagt ist und man zumindest keine direkte Reaktion zeigen kann.

Doch man hat die Zeit genutzt, bevor es am Sonntag (13.30 Uhr) in der Mercedes-Benz Arena gegen Holstein Kiel geht.

"Wir saßen da mehr als einmal dran und haben uns hinterfragt, wie es dazu kommen konnte", äußerte sich VfB-Keeper Gregor Kobel nochmal über den bitteren Nachgeschmack der Wehen-Pleite gegenüber "VfB-TV".

Aber der 21-jährige Stuttgarter Torwart gab sich optimistisch: "Wir wissen mit Niederlagen umzugehen."

Besonders entspannt wirkte aber VfB-Sportdirektor Sven Mislintat vor dem Kick gegen Kiel, der gar nicht damit anfangen wollte, eine Reaktion der Spieler einzufordern.

Seiner Meinung habe man diese nämlich bereits in der zweiten Hälfte gegen Wehen Wiesbaden gezeigt, wie er gegenüber dem "Kicker" klarmachte. Daran solle die Mannschaft anknüpfen.

VfB-Trainer Tim Walter und sein Schützling Atakan Karazor treffen auf ihren Ex-Club Holstein Kiel

Frust regiert: Mario Gomez (M) und Philipp Förster (r) vom VfB Stuttgart nach der Pleite gegen Wehen Wiesbaden.
Frust regiert: Mario Gomez (M) und Philipp Förster (r) vom VfB Stuttgart nach der Pleite gegen Wehen Wiesbaden.

Dennoch warnte der Kaderplaner der Schwaben: "Kiel ist ein ganz neues Spiel, da muss man sich neu auf den Gegner einstellen. Zumal die Kieler Tims Art zu spielen, gut kennen sollten."

Damit spielte Mislintat auf die Vergangenheit des VfB-Trainers Tim Walter an, der nach nur einer Saison bei den Störchen, im vergangenen Sommer an den Neckar wechselte.

Mit ihm nach Stuttgart kam zudem VfB-Mittelfeld-Motor Atakan Karazor, für den das Wiedersehen mit den alten Kollegen selbstverständlich etwas "Besonderes" ist, wie er verriet.

"Kiel ist eine richtig gute Mannschaft, da sollte man nicht auf die Tabellensituation schauen", sagte der 23-Jährige außerdem.

Karazor, der vor allem mit seinen Konkurrenten Santiago Ascacibar und Orel Mangala, um den Startplatz auf der Sechser-Position kämpft, spürte vor der Partie gegen seinen Ex-Klub Druck: "Mit dem müssen wir jetzt umgehen", gab er zu bedenken und mahnte zudem: "Wir müssen mit einem klaren Kopf antreten."

VfB Stuttgart und das Verletzungspech: Borna Sosa und Daniel Didavi werden fehlen

Didavi hält sich die verletzte Wade.
Didavi hält sich die verletzte Wade.

Bei dieser schweren Aufgabe muss der VfB auf Linksverteidiger Borna Sosa (Gehirnerschütterung) und vor allem auf Daniel Didavi (Muskelbündelriss) verzichten, die wahrscheinlich beide für den Rest des Jahres ausfallen werden.

Didavis Ausfall wiegt dabei besonders schwer, da er einer der wenigen Mittelfeldspieler bisher war, die in der Stuttgarter Offensive für etwas Kreativität gesorgt hatten.

Ersetzen könnte ihn Philipp Förster, der immer stärker zu werden scheint und bereits Akzente nach vorne setzen konnte, oder auch Philipp Klement.

Hinsichtlich Klement kommentierte Mislintat allerdings gegenüber dem "Kicker": "Philipp hat leider viel zu oft das Problem, dass er mit kleineren oder größeren Wehwehchen ausgefallen ist, wodurch es ihm an Intensität fehlt. Die Intensität 90 Minuten zu gehen und seinen Rhythmus zu finden."

Egal wem VfB-Coach Tim Walter gegen seinen Ex-Verein schlussendlich das Vertrauen schenkt: Ein Zuckerschlecken wird das gegen die Störche sicherlich nicht!

Mehr zum Thema VfB Stuttgart:


WhatsApp Wir bei WhatsApp: 0160 - 24 24 24 0