Transfer-Beben: Das neue Gesicht des VfB nimmt Formen an

Stuttgart - Am Freitag vermeldete der Fußball-Zweitligist VfB Stuttgart mit Torhüter Fabian Bredlow und Stürmer Hamadi Al Ghaddioui gleich zwei Neuverpflichtungen. Obwohl der ein oder andere Transfer noch über die Bühne gehen wird, ist bereits jetzt das neue Gesicht des Clubs gut zu erkennen.

Der neue Trainer des VfB Stuttgart, Tim Walter (43), will der neuen Identität des Vereins seinen Stempel aufsetzen.
Der neue Trainer des VfB Stuttgart, Tim Walter (43), will der neuen Identität des Vereins seinen Stempel aufsetzen.  © DPA

Am 27. Mai bestritt der VfB Stuttgart das Relegations-Rückspiel bei Union Berlin und stieg danach in die 2. Liga ab. Die Startelf der Stuttgarter: Zieler - Aogo, Badstuber, Kabak, Pavard - Ascacíbar, Zuber, Gentner Akolo - Gonzalez, Donis.

Knapp einen Monat später werden Zieler, Aogo, Pavard, Zuber und Gentner in der kommenden Saison nicht mehr dem Verein angehören. Mindestens Fragezeichen gibt es bei allen anderen Spielern, die in Berlin aufliefen.

Außer bei Ozan Kabak, der laut Sportdirektor Sven Mislintat nicht zu halten sei, bedingt durch eine Klausel in dessen Vertrag. Bald dürfte Klarheit herrschen, wo das 19-jährige türkische Abwehrtalent auflaufen wird.

Der VfB ist mitten im Umbruch! Und die auch von Sportvorstand Thomas Hitzlsperger ausgegebene neue Identität "Jung und wild" ist nach den bisher getätigten Transfers schon ein gutes Stück zu erkennen.

VfB sortiert Routiniers aus und baut dennoch auf Erfahrung

Der VfB Stuttgart beim Trainingsauftakt in die Saison 2019/20.
Der VfB Stuttgart beim Trainingsauftakt in die Saison 2019/20.  © DPA

Stürmer Hamadi Al Ghaddioui ist mit seinen 28 Jahren der bislang älteste Neuzugang, Mateo Klimowicz mit 18 der jüngste.

"Jung und wild" heißt nicht, dass eine Altersobergrenze definiert wird, wie es beispielsweise bei RB Leipzig zu beobachten war.

Es heißt vielmehr, dass man den bisherigen Altersschnitt senkt und Spieler verpflichtet, die den von Trainer Tim Walter gewünschten "aktiven", offensiven Spielstil auf den Platz bringen können.

Dass trotz der Abgänge von Routiniers wie Ron-Robert Zieler (30), Dennis Aogo (32), Christian Gentner (33) und Andreas Beck (32) ausreichend Erfahrung, vor allem in der 2. Liga vorhanden ist, zeigen unter anderem die Transfers von Philipp Klement und Al Ghaddioui.

Denn ein Twitter-User merkte an: "Mit #Klement und #AlGhaddioui verpflichtet der #VfB 39 Scorerpunkte der abgelaufenen 2 Liga Saison".

Außerdem kommt mit Pascal Stenzel ein Verteidiger vom SC Freiburg, der Erfahrung in der 1. Bundesliga gesammelt hat, sowie mit Atakan Karazor ein Stabilisator für das defensive Mittelfeld, der bei Holstein Kiel zu den Leistungsträgern in der vergangenen Saison zählte.

Es wird spannend sein, zu beobachten, welche weiteren Transfers der VfB noch tätigen wird und welche Spieler, wie z.B. Mario Gomez, aus dem "alten Gerüst" weiter eine tragende Rolle spielen könnten.

Doch mindestens genauso interessant wird sein, ob Tim Walter der neuen VfB-Identität seinen Stempel aufdrücken und die Neuzugänge zu einer funktionierenden Einheit zusammenschweißen kann.

Mehr zum Thema VfB Stuttgart:


WhatsApp Wir bei WhatsApp: 0160 - 24 24 24 0