VfB gegen KSC gewaltig unter Druck: Mit "ekligen Zweikämpfen" zum Derby-Sieg?

Stuttgart - Das Warten hat ein Ende! Am Sonntag um 13.30 Uhr steigt das Baden-Württemberg-Derby zwischen dem VfB Stuttgart und dem Karlsruher SC.

Stuttgarts Nicolas Gonzalez hockt nach einem Foul am Boden neben dem Feld.
Stuttgarts Nicolas Gonzalez hockt nach einem Foul am Boden neben dem Feld.

Dann hat das gewöhnliche Vorgeplänkel vor solch einer brisanten Partie endlich ein Ende und es zählt nur noch das, was die Kicker auf dem Platz zu bieten haben.

So ist es eigentlich auch VfB-Trainer Tim Walter immer am liebsten, der mit seinen Aussagen auf der Pressekonferenz für Wirbel sorgte. Zu null werde man gewinnen, lautete Walters Versprechen, welches KSC-Trainer Alois Schwartz auf die Palme brachte. Karlsruhes Übungsleiter sprach anschließend von mangelndem Respekt Walters gegenüber seiner Mannschaft.

Solche Kampfansagen sind allerdings schlicht Walters Art, mit schwierigen Situationen umzugehen.

Erstens, es ist halt Derby. Zweitens: Der VfB Stuttgart steckt nach vier Niederlagen aus fünf Partien in der Krise und im Falle einer erneuten Pleite wird die Luft für Walter dünner.

Für den VfB Stuttgart und Coach Tim Walter: Richtungsweisendes Match gegen den KSC

Stuttgarts Gonzalo Castro (r) und Stuttgarts Philipp Klement stehen bei der Pleite in Osnabrück auf dem Platz.
Stuttgarts Gonzalo Castro (r) und Stuttgarts Philipp Klement stehen bei der Pleite in Osnabrück auf dem Platz.

Ähnlich selbstbewusst wie sein Trainer, gab sich VfB-Kapitän Marc Oliver Kempf vor der Partie.

Auch er war sich sicher: Stuttgart gewinnt das Derby.

Trainer und Kapitän gaben sich Mühe das vorzuleben, was sich auf die gesamte Mannschaft übertragen soll. Man müsse mit dem "Leben verteidigen", wählte Walter diesbezüglich erneut drastische Worte.

"Wir müssen von Anfang dagegen halten. Robust spielen und eklige Zweikämpfe bestreiten", forderte dagegen Innenverteidiger Kempf. Dies fehlte ihm zuletzt und sei besonders wichtig, um gegen Mannschaften zu bestehen, die mit "Herz und Seele bei der Sache sind", so der VfB-Kapitän.

Der Innenverteidiger prophezeite außerdem: "Ich glaube von Karlsruhe ist das zu erwarten, was man von anderen Mannschaften auch zu erwarten war. Dass sie sich mit elf Mann in jeden Ball schmeißen."

Doch mit vermeintlich schwächeren Gegnern hat der VfB in dieser Saison besonders Probleme. Gegen die Aufsteiger SV Wehen Wiesbaden und VfL Osnabrück gab es zwei Niederlagen. Mit dem KSC steht jetzt die Partie gegen den dritten Aufsteiger an.

Es wird eine richtungsweisende Partie für die Stuttgarter und besonders für den gebürtigen Badener VfB-Coach Walter. Eine Niederlage würde die Diskussionen um seine Person mächtig anheizen.

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