VfB Stuttgart und Karlsruher SC im Derby: "Wenn es zu Gewalt kommt..."

Stuttgart - Endlich ist es wieder soweit! Nach zwei Jahren Pause kommt es wieder zum Derby zwischen dem VfB Stuttgart und dem Karlsruher SC.

Spielort des Derbys am Sonntag: Die Mercedes-Benz Arena in Stuttgart.
Spielort des Derbys am Sonntag: Die Mercedes-Benz Arena in Stuttgart.  © DPA/ Marijan Murat

Es ist die Partie, in der entschieden wird, wer die Nummer eins im Ländle ist. Es ist das Duell, das eine Menge sportliche Brisanz mit sich bringt. Immerhin hat der Aufstiegsfavorit aus Stuttgart vier der letzten fünf Spiele verloren.

Aber es ist auch ein Duell zweier Rivalen, wobei es am Rande immer wieder zu Ausschreitungen der beiden Fanlager kommt. (TAG24 berichtete)

So wie beim letzten Aufeinandertreffen in Stuttgart (2017), als 20 Polizisten verletzt wurden.

Dies wollen die Einsatzkräfte am Sonntag vermeiden und haben mit dem Sicherheitskonzept "Stadion-Allianzen" eine neue Strategie.

Dabei steht besonders die Zusammenarbeit zwischen dem Verein VfB Stuttgart, dem Innenministerium und der Polizei im Vordergrund. Viele Gespräche sollen dafür sorgen, dass man gut vorbereitet ist, sollte etwas passieren.

Überraschend ist dabei: "Wir gehen davon aus, dass wir mit weniger Einsatzkräften als beim letzten Mal auskommen werden", erklärt der Stuttgarter Polizeisprecher Jens Lauer gegenüber TAG24.

VfB Stuttgart gegen den Karlsruher SC: Polizei reduziert Anzahl der Einsatzkräfte

Im Oktober 2016: Einsatzkräfte der Polizei sichern vor Spielbeginn den Bereich vor dem Stadion in Karlsruhe. (Archivbild)
Im Oktober 2016: Einsatzkräfte der Polizei sichern vor Spielbeginn den Bereich vor dem Stadion in Karlsruhe. (Archivbild)  © DPA/ Uli Deck

Im Vergleich zu 2017 sind es nun statt 1000 nur noch 400 bis 600 Polizisten, die für die Sicherheit der Zuschauer sorgen sollen.

Diese werden sich darauf konzentrieren bestimmte Fangruppen auseinanderzuhalten: "Den Normalo-Fan braucht man nicht trennen, aber die Fans, die wir unter Beobachtung haben, werden natürlich getrennt", so Polizeisprecher Lauer.

Um wie viele Anhänger es sich dabei handle, liege ihm aktuell nicht vor. Bei Gewalt fährt die Polizei jedenfalls eine Null-Toleranz-Politik.

Lauer sagt: "Nur wenn es zur Gewalt kommt, wird derjenige das Spiel nicht sehen". Ansonsten wolle man sich raushalten.

Die Schwerpunkte des Einsatzes werden der Hauptbahnhof, das Gebiet ums Stadion sowie der Bad Cannstatter Bahnhof sein, wo der Karlsruher Sonderzug ankommen wird.

Die KSC-Fans werden anschließend über die Benzstraße zum Stadion geleitet, die VfB-Anhänger über die Mercedesstraße.

Ob auch Fans von befreundeten Vereinen anreisen werden, um den VfB oder den KSC im Derby zu unterstützen, ist übrigens Stand jetzt fraglich. "Letzte Woche gab es noch keine Hinweise, es ist aber nicht auszuschließen", so Polizeisprecher Lauer.

Er wünscht sich übrigens einfach ein gutes Fußballspiel: "Wenn alles friedlich bleibt, ist es für uns das beste Ergebnis."

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