VfB Stuttgart vor Derby gegen KSC: Redet Marc Oliver Kempf sich die Schwaben-Krise schön?

Stuttgart - Alles oder nix! Für den VfB Stuttgart steht am Sonntag das Baden-Württemberg-Derby gegen den Karlsruher SC an (13.30 Uhr).

Im Traditionstrikot des VfB Stuttgart: Kapitän Marc Oliver Kempf. (Archivbild)
Im Traditionstrikot des VfB Stuttgart: Kapitän Marc Oliver Kempf. (Archivbild)

Und obwohl die Vorzeichen schon Mal besser waren, spürt man immer mehr die Anspannung rund um das ehemalige Neckarstadion in Bad Cannstatt.

Allerdings nicht nur, weil für den VfB gegen die Badener die Ehre auf dem Spiel steht. Sondern auch, weil die Schwaben aufpassen müssen, nicht den Anschluss an die direkten Aufstiegsplätze zu verlieren.

Immerhin verlor man vier der letzten fünf Ligapartien und rutschte auf Platz drei hinter Arminia Bielefeld (1.) und den Hamburger SV (2.) ab.

Die aktuelle Krise beunruhigt die Mannschaft dennoch nicht, versicherte VfB-Kapitän Marc Oliver Kempf in einer Presserunde am Mittwoch: "Wir sind nicht am Trübsal blasen. Es wird keiner den Kopf in den Sand stecken."

Außerdem sei "die Stimmung weiterhin gut", stellte Kempf klar, der aktuell in der Rolle des Kapitäns besonders gefragt ist.

Er spricht mehr mit seinen Teamkollegen und hält für seine Mannschaft in der Krise schon Mal den Kopf hin, wenn Journalisten nach den Gründen für den Abwärtstrend fragen.

VfB-Kapitän Marc Oliver Kempf fordert gegen den KSC eine dreckige Spielweise ein

Stuttgarts Marc Oliver Kempf (l) und Osnabrücks Etienne Amenyido kämpfen um den Ball.
Stuttgarts Marc Oliver Kempf (l) und Osnabrücks Etienne Amenyido kämpfen um den Ball.  © DPA/ Guido Kirchner

Dies gelang Kempf am Mittwoch tatsächlich ganz gut, als er sich der Presse stellte.

Er lächelte Kritik weg und widersprach einem Journalisten deutlich, als dieser behauptete, der VfB spielte am Anfang der Saison besser als zuletzt.

"Wir wissen, dass wir die letzten Spiele nicht so schlecht bestritten haben, wie die Ergebnisse waren", erklärte der Kapitän. Alleine die Tore würden fehlen, so Kempf weiter.

Redet sich Kapitän Kempf hier etwa die VfB-Krise schön?

Zumindest schützt er die Mannschaft vor Kritik von außen.

Kempf konkretisierte anschließend noch, inwiefern sich die Mannschaft seiner Meinung nach entwickelt hat: "Unser Spiel mit dem Ball ist reifer geworden. Das Gegenpressing ist besser." Außerdem habe ihm in den ersten Spielen die Dominanz gefehlt, die man inzwischen ausstrahlt, so der 24-jährige Innenverteidiger.

Eines kritisierte Kempf dennoch: "Phasenweise" habe man eine dreckige Spielweise vermissen lassen, erklärte er. Diese müsse man im Derby gegen den KSC unbedingt wieder zeigen, forderte der 24-Jährige ein.

Es wäre bestimmt kein schlechter Zeitpunkt, immerhin geht es um die Ehre. Und darum, das Ziel Aufstieg nicht aus den Augen zu verlieren.

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