Fitness-Problem? Müder VfB muss zum Abstiegsgipfel nach Nürnberg

Stuttgart - Der VfB Stuttgart steckt in der Krise und hat vor dem ersten kleineren Abstiegsduell gegen den 1.FC Nürnberg vor allem einen Grund auserkoren, weshalb es in dieser Saison noch nicht läuft.

Sieht bei seiner Mannschaft ein Fitness-Problem: VfB Sportvorstand Michael Reschke.
Sieht bei seiner Mannschaft ein Fitness-Problem: VfB Sportvorstand Michael Reschke.  © DPA

So beklagt VfB-Coach Markus Weinzierl den mangelnden Fitnessstand seiner Mannschaft im Gespräch mit der "Sportbild":

Frankfurt ist gegen uns 400 Meter mehr gesprintet und hatte 600 Meter mehr Tempoläufe. Das ist in der Summe ein Kilometer mehr mit hoher Geschwindigkeit".

Darin sieht er den Hauptgrund der Unterlegenheit gegen die Frankfurter: „Wir konnten das Tempo nicht mitgehen und waren in der Intensität unterlegen.“

Sein Vorgesetzter, Sportvorstand Michael Reschke, gab dem Bayer recht: Die Mannschaft ist "körperlich nicht in einer Top-Verfassung“.

Dieses Fazit der VfB-Verantwortlichen kommt nicht überraschend.

So war die Tempo-Unterlegenheit in den Spielen gegen die Geschwindigkeits-Fußballer aus Hoffenheim und Dortmund besonders sichtbar.

VfB-Coach Markus Weinzierl intensivierte bereits das Training: VfB-Kicker traten in dieser Saison eher müde auf.
VfB-Coach Markus Weinzierl intensivierte bereits das Training: VfB-Kicker traten in dieser Saison eher müde auf.  © DPA

In beiden Begegnungen ging der VfB schließlich 0:4 unter und zerfiel förmlich.

Besonders die Auflösungserscheinungen sprechen entweder für mangelnden Charakter der Mannschaft, oder eben für schlechte Fitness.

Für letzteres sprechen vor allem die Zahlen: So liefen sie in der bisherigen Saison während den 90 Minuten im Durchschnitt statt 116,15 in der Vorsaison, nur noch 113,40 Kilometer pro Bundesliga-Partie.

Auch Eurosport-Experte und ehemaliger Stuttgart-Coach Matthias Sammer fielen die Defizite direkt nach der Partie gegen die Eintracht auf.

Fassungslos stellte er fest: "Der VfB kann momentan nicht mitgehen. Wenn du das nicht kannst, dann musst du arbeiten“. Also ist nun Arbeit angesagt für den VfB. Einige Beobachter stellten schon direkt in der ersten Trainingswoche fest, dass das Training unter Weinzierl intensiver geworden ist.

Vielleicht sind gerade darin die Blamagen des VfB gegen die Dortmunder (TAG24 berichtete), Hoffenheimer (TAG24 berichtete) und Frankfurter (TAG24 berichtete) mit der Bilanz von 0:11-Toren zu erklären. Denn intensiveres Training bedeutet auch erstmal mehr müde Beine, bis sich das Training auszahlt.

Am Samstag (15.30) gegen den ebenfalls im Tabellenkeller stehenden 1. FC Nürnberg (15.), muss der VfB allerdings die müden Beine vergessen, denn sonst wird es im Keller immer düsterer.

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