VfB-Kapitän Kempf nach Kieferbruch: "Ich hatte Angst, dass mich einer am Kopf berührt"

Stuttgart - Inzwischen ist es knappe drei Wochen her. Im Duell gegen den FC St. Pauli verletzte sich Marc Oliver Kempf bereits nach wenigen Minuten.

Geht immer voran: Stuttgarts Kapitän Marc Oliver Kempf.
Geht immer voran: Stuttgarts Kapitän Marc Oliver Kempf.  © DPA/Tom Weller

Den Kapitän erwischte es schwer im Zweikampf mit Hamburgs Ryo Miyaichi. Im Krankenhaus folgte die bittere Diagnose: Trümmerbruch im unteren Kiefer.

"Die ersten Tage waren unangenehm", erzählte nun Kempf am Donnerstag im Rahmen einer Presserunde. Zu essen gab es für ihn zunächst nur Suppe und "Zermatschtes". Dies kostete den 25-Jährigen zwei bis drei Kilogramm Körpergewicht.

Inzwischen darf Kempf aber wieder feste Nahrung zu sich nehmen. Vor allem mit Kohlenhydraten versucht er, wieder ein paar Kilos zuzulegen.

Was sein Comeback angeht, muss sich der 25-Jährige allerdings noch ein bisschen in Geduld üben. Am Donnerstag absolvierte er immerhin zum ersten Mal wieder eine lockere Laufeinheit.

Auch Krafttraining war schon wieder möglich. Inwieweit die leichten Belastungen noch Auswirkungen auf den Kiefer haben, bleibt jedoch abzuwarten.

Gegen Holstein Kiel möchte Marc Oliver Kempf für den VfB Stuttgart auf den Rasen zurückkehren

Die Backe ist noch etwas dick: Marc Oliver Kempf bei der Presserunde.
Die Backe ist noch etwas dick: Marc Oliver Kempf bei der Presserunde.

Mit drei Wochen Ausfallzeit muss Kempf noch rechnen.

In der Partie gegen Holstein Kiel möchte er seiner Mannschaft wieder helfen können (21. März).

Ob dies klappt, hängt auch von der Psyche ab. Solch einen Zusammenstoß steckt ein Sportler schließlich nicht so leicht weg.

"In den ersten Tagen habe ich Angst gehabt, dass mich einer am Kopf berührt", verriet Kempf. Dennoch ist er bezüglich eines baldigen Comebacks positiv gestimmt: "Normalerweise bin ich einer, der mit so etwas klar kommt."

"Ich weiß es aber nicht", schob er nach. Eine Option könnte sein, in den ersten Spielen nach der Verletzung mit einer Maske zu kicken, die schützen soll.

Dies ist vor allem bei Gesichtsverletzungen, wie bei einem Nasenbeinbruch üblich. Ob dies auch im Falle eines Kieferbruchs funktioniert, klärt der VfB aktuell mit Medizinern.

Dem Heilungsprozess des Kapitäns treiben übrigens auch seine Teamkollegen voran. Sie versuchen es mit Humor. So muss sich Kempf zumindest ein paar Sprüche anhören, weil er durch die Verletzung noch etwas lispelt.

Auch seine Haare sind etwas länger geworden, wie seinen Mitspielern aufgefallen ist. Kempf verriet: Wegen der Verletzung traue er sich bisher noch nicht zum Friseur.

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